Gemeindeleben 2020

Damit die Dinge nicht verloren gehen …
Auf dieser Seite haben wir eine Auswahl der Ereignisse aus unserem Gemeindeleben in Wort und Bild festgehalten.
Ereignisse, die auf kirche-wohltorf.de angekündigt waren: Zur Erinnerung.
Und als Beispiele für die vielen kleinen und größeren Aktivitäten, die ein lebendiges Gemeindeleben ausmachen.


Sonntag, 14.06.2020: Gospel – Projekt


Gospel – Projekt im Gottesdienst
mit dem Motto
„Father, Son and Holy Spirit“
Übungstermine siehe bei mehr

Im Juni (14.6.2020) wird in der Heilig-Geist-Kirche, Wohltorf ein Gospel-Projekt-Gottesdienst unter dem musikalischen Motto „Father, Son and Holy Spirit“ gefeiert. Mit dabei sind der Gospelchor Wohltorf und Projektsängern unter der Leitung von Thomas Faßnacht. Die Projektproben starten Ende April (wenn die allgemeine Gesundheitslage es zulässt) und finden statt mittwochs am 29.4./13.5./27.5. und 10.6. jeweils 19.30-21.30 Uhr im Gemeindesaal auf dem Kirchberg.
Weitere Infos bei Thomas Faßnacht (Tel.: 040 767 54593)
Komme einfach, wer Spaß am Singen hat!
Foto © Thomas Fassnacht



Donnerstag, 21.05.2020: Himmelfahrt – Pilgertour


Himmelfahrt – Pilgertour
in der Region Sachsenwald unterwegs

Vom 21. Mai bis 24. Mai 2020 planen die Gemeinden der Region Sachsenwald eine Pilgertour durch die Region. Das PastorInnenteam ist unterwegs. Wer mag, schließt sich für einzelne Touren, ganze Tage oder das ganze Wochenende an.

Nähere Informationen über die einzelnen Tagestouren und Stationen folgen über die Presse, unsere Website und unter #ReSaLäuft.

Am 21. Mai 2020, am Himmelfahrtsmorgen, starten wir in der Region mit zwei Open-Air-Gottesdiensten. Einer wird in Hohenhorn gefeiert. Den anderen feiern wir um 11 Uhr im Schmetterlingsgarten in Friedrichsruh mit dem Aumühler Chor und einem PastorInnen-Team, in dem Pastorin Gogolin mit von der Partie ist. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es ein Kuchenpicknick im Schmetterlingsgarten, in dem GottesdienstbesucherInnen an diesem Tag freien Eintritt haben. Dann geht es auf Tour, wir treffen die PilgerInnengruppe, die vom Hohenhorner Gottesdienst kommt, in Kröppelshagen und gemeinsam geht’s weiter über Escheburg nach Börnsen.

Am 22. Mai 2020, am Freitag, brechen wir morgens in Börnsen auf. Über Wentorf geht’s nach Wohltorf und von dort nach Aumühle.

Am 23. Mai 2020, am Samstag, starten wir in Aumühle und werden noch am Vormittag in Dassendorf Halt machen. Dort teilen wir uns auf. Vielleicht schließen sich ja einige von uns der Gruppe an, die über Havekost nach Brunstorf wandert. Pastorin Gogolin und Pastor Klein werden mit der anderen Gruppe direkt nach Brunstorf wandern und dort eine eigens für den Tag vorbereitete Führung – mal anders – in unserer Elisabeth-Kirche anbieten. Wenn am Abend dann alle in Brunstorf eingetrudelt sein werden, gibt’s bei gutem Wetter Lagerfeuer.

Am 24. Mai 2020, am Sonntag feiern wir zum Abschluss einen gemeinsamen Frühstücksgottesdienst in unserer Brunstorfer Elisabeth-Kirche.



Sonntag, 22.03.2020: Lätare


Prädikant Hermann Richter
mit Natur und Schöpfung 2020 Musical „Noah“
Das Musical wird später nachgeholt

Musical Noah

Die Aufführung des Musicals wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Noah, der auf Gottes Weisung ein riesiges Schiff baut, obwohl er in der Wüste wohnt und keiner ihm glaubt, dass eine große Sintflut droht. Verspottet wird er. Keiner handelt. Wenn man heutzutage von Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und Dürren auf unserer Welt hört, kommt man schon ins Grübeln und erinnert sich an diese alten Geschichten aus der Bibel, die doch so viel Aktualität in sich tragen. Noah´s Geschichte endet mit dem Regenbogen als Zeichen für Gottes Liebe zu den Menschen: „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, der soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde“. Wie die etwa zwanzig Jugendlichen der Kurrende Wohltorf (5./6. Klasse) die Geschichte in Gestalt des Musicals von Martin Gotthard Schneider (bekannt als Komponist des „Danke“-Liedes) wohl umsetzen? Lassen Sie sich überraschen… der große Regenbogen jedenfalls ist schon in Arbeit!

Das Musical wird im Rahmen des Gottesdienstes am Sonntag, 22.03.2020 um 10:00 Uhr aufgeführt, die Kurrende Wohltorf wird von der HGK-Band begleitet, die Leitung hat KMD Andrea Wiese.
Foto © Andrea Wiese



Sunday for Future


„Sunday for future“ – ein musikalisches Familienwochenende

Unter dem Motto „Sunday for future” lud Frau Wiese zu einem Familien-Chor Wochenende ein.

In Vorbereitung wurden in der Grundschule Wohltorf unter der Federführung von Frau Thietje und Frau Roschlaub mit den Schülern das Thema erarbeitet und die Lieder gelernt. Die Chorkinder der 1. / 2. und der 3. / 4. Klassen übten mit Frau Wiese Lieder und Texte.

Zum Wochenendprojekt waren nun auch wir Eltern gefragt. Ab Freitag Abend wurde fleißig geprobt. Während wir uns in die Lieder einsangen, nutzten die Kinder die Zeit und bastelten Masken und Kostüme für die Vögel, Fische, Bienen und Blumen. Am Samstag Nachmittag gab es eine wohlverdiente Verschnaufpause. Mit einem riesigen Kuchenbuffet wurden Speicher wieder aufgefüllt, um am Sonntag dann im Familiengottesdienst das gemeinsame Werk zu präsentieren.

Neben der Erzählung der Schöpfungsgeschichte und passend zum Thema „Sunday for future“ wurde auch Gretas mahnender Finger zum Erhalt unserer wunderschönen, vielfältigen Erde erhoben. Es gab wertvolle Tipps, was jeder einzelne von uns hierzu beitragen kann.

Ganz beseelt und erfüllt von einer tollen Aufführung und etwas müde von einem intensiven Wochenende ging es dann für alle wieder nach Hause. Die Ohrwürmer und das tolle Miteinander bleibe aber über den Sonntag im Kopf aller Beteiligten. Ein riesengroßes Dankeschön insbesondere an Frau Wiese, die alles wieder so liebevoll und im Detail vorbereitet hat und natürlich auch an Frau Thietje, Frau Roschlaub, Frau Lindemann und Nele Wiemer, sowie die wunderbare musikalische Begleitung. Es war ein großartiges Projekt und hat uns viel Freude bereitet.
Foto © Juliane Thietje

 

 



Ausstellung LGB


entfällt wg. Corona-Virus:

Modelleisenbahn-Fahrbetrieb im Gemeindehaus Wohltorf
Samstag, 14.03.2020, 14 − 19 Uhr
Sonntag, 15.03.2020, 11 − 16 Uhr

Die Ausstellung wird auf einen späteren Termin verschoben.

Auch diesem Jahr sind die LGB-Freunde-Nord e. V. wieder zu Gast im Gemeindehaus (Kirchberg 3, 21521 Wohltorf) und präsentieren dort eine große, digitale LGB-Modelleisenbahn-Schauanlage im Maßstab 1:22,5 (Spurweite G, 45mm).

Das interessierte Publikum ist herzlich willkommen, um den Betrieb (u.a. mit diversen Sound-Lokomotiven) auf der großen Eisenbahn-Anlage mit vielen interessanten Details zu erleben. Als besonderes Highlight ist dieses Mal ein Nachtfahrbetrieb mit Beleuchtung vorgesehen, nach Einbruch der Dämmerung am Samstag Abend.

Wie schon in den Vorjahren gibt es dazu Kaffee, Kuchen, Snacks und Erfrischungen für das leibliche Wohl.

Einen Kostenbeitrag von 2,-€ / Person, Kinder frei, erbitten wir als Spende.
Foto © privat



Freitag, 06.03.2020: Sunday for Future


Natur und Schöpfung 2020
SUNDAY FOR FUTURE
Familiensingen und -gottesdienst zum
Thema „Schöpfung und Umwelt“
mit Liedern aus dem Musical „Himmel
und Erde“ von Birgit Pape

Freitag     06.03.2020 20:00 – 21:00 Uhr
Samstag  07.03.2020 10:00 – 12:00 / 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag  08.03.2020  09:00 – 11:00 Uhr

Das Themenjahr 2020 „Natur und Schöpfung“ der Wohltorfer Kirchenmusik beginnt mit einem großen Familienprojekt rund um das Musical „Himmel und Erde“ von Birgit Pape: Schon seit einigen Wochen bereiten die Kinder die Lieder in der Kinderkantorei und in Projektproben in der Grundschule Wohltorf vor.
Die eingängige Mischung aus vertrauten Volksliedmelodien (Weißt du wieviel Sternlein stehen), fetzigen Rhythmen und Rap-Elementen kommt gut an.
Am Wochenende vom 6.-8. März geht es dann gemeinsam mit „Mama und Papa“ auf dem Kirchberg los: die Erwachsenen üben ihren Part am Freitagabend, 6.3., von 20-21 Uhr und Samstagvormittag, 7.3., von 10-12 Uhr. Für die Kinder gibt es parallel dazu kreative Mitmachprojekte zum Thema auf dem Kirchberg. Am Samstag Nachmittag treffen sich alle von 15-18 Uhr, um gemeinsam zu singen und den Kuchen vom Buffet zu genießen. Im Familiengottesdienst am Sonntag, 8.3., um 10 Uhr werden die Mitmachprojekte von den Kindern vorgestellt und die geprobten Musical-Lieder gemeinsam mit einer Band aufgeführt. So wird uns allen die Schönheit und Kostbarkeit von Gottes Schöpfung, aber auch die aktuellen Gefährdungen und wie man ihnen entgegenwirken kann, vor Augen und Ohren geführt.
Die Leitung haben KMD Andrea Wiese, Pastor René Enzenauer, Juliane Thietje und Anna Roschlaub.
Infos und Anmeldung bei Frau Wiese, Tel. 04104-80881. Anmeldeschluss war am 17.2., einzelne Nachmeldungen sind aber u.U. noch möglich. Zum Familiengottesdienst muss man sich natürlich nicht anmelden… 🙂
Foto © Andrea Wiese

 

 



Samstag, 15.02.2020: Von Liebe und anderen Malheurs


Konzert des Kammerchor Lüneburg
Leitung: KMD Joachim Vogelsänger
Karten zu Euro 10,-
an der Abendkasse ab 17.30 Uhr

Am Samstag, 15. Februar 2020 gastiert der Kammerchor Lüneburg in der Heilig-Geist-Kirche, Wohltorf.

… alles begann mit einem Steinway Flügel in der Abtskapelle von St. Michaelis: Als dieser im Jahr 2015 mit einem Konzert eingeweiht werden sollte, fanden sich zwölf Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Michaeliskantor Henning Voss zusammen, um ein Programm zu singen, dessen Höhepunkt die „Liebesliederwalzer“ von Johannes Brahms waren. Da das gemeinsame Singen in sehr kleiner Runde – mit nur zwölf Personen – sowohl bei den Ensemblemitgliedern als auch beim Publikum Begeisterung auslöste, entschloss man sich, von Zeit zu Zeit unter dem Namen Vokalensemble Lüneburg in dieser Besetzung Programme mit anspruchsvoller Chormusik zu erarbeiten und aufzuführen. Zwischenzeitlich hat das Vokalensemble Lüneburg sowohl a cappella als auch mit Klavierbegleitung diverse Programme an unterschiedlichen Aufführungsorten in Norddeutschland zu Gehör gebracht und trat 2019 erstmals unter seinem neuen Leiter, Kirchenmusikdirektor an St. Johannis Lüneburg, Joachim Vogelsänger, auf.

Das Konzertrepertoire des vergangenen Konzertes 2019 beinhaltete A-Cappella Literatur sowohl aus der Renaissance als auch aus dem 20. Jahrhundert, so z.B. die Hymn to Cecilia von Benjamin Britten aus den Jahren 1940 bis 1942.

Das diesjährige Programm des Chores spannt einen Bogen von der Renaissance bis zum Jazz. Unter dem Motto „Von Liebe und anderen Malheurs“ erklingen drei „Hohelied-Motetten“ des barocken Komponisten Melchior Franck, drei Madrigale von Gesualdo, Chorlieder von Edward Elgar und einige Jazz-Arrangements wie z.B. „Over the rainbow“ oder „Autumn Leaves“.

Karten zu Euro 10,- sind an der Abendkasse ab 17.30 Uhr erhältlich.
Bild © Kammerchor Lüneburg

 



Gemeindeversammlung Bericht


 

Nach der Gemeindeversammlung ist vor der Gemeindeversammlung

Rückblick und Einladung zu einer zweiten Informations- und Diskussionsrunde

Es wurde viel diskutiert: Am 9. Februar fand unsere Gemeindeversammlung statt, die sich besonders mit den Reformprozessen in der Landeskirche, in unserem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, aber auch mit den Veränderungen in unserer eigenen Gemeinde befasste.

Mit dabei war Pröpstin Frauke Eiben, die die derzeitigen Veränderungen in der Struktur der „Kirche vor Ort“ in einen gesamtkirchlichen Kontext stellte. Vor dem Hintergrund sinkender Kirchenmitgliederzahlen und mittelfristig sinkender Kirchensteuereinnahmen, sowie der rückläufigen Anzahl von Pastorinnen und Pastoren im aktiven Dienst seien die angestrebten Veränderungen notwendig, um die flächendeckende kirchliche „Versorgung“ zu ermöglichen, wie sie in der Verfassung der Nordkirche festgeschrieben ist.

Um die Präsenz von „Kirche in der Fläche“ zu gewährleisten, setzt der Kirchenkreis auf eine stärkere Zusammenarbeit der Kirchengemeinden einer Region. Die Gemeinden sind gehalten, ihre Arbeit in den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge, Kasualien (z.B. Taufen, Trauungen, Beerdigungen) und Unterricht (z.B. Konfirmandenarbeit, Jugendarbeit) miteinander abzustimmen und dabei Synergien zu schaffen, die die geringer werdende Anzahl der Pastores berücksichtigen. Die Ergebnisse dieser Prozesse sollen bis zum 30. April in einem Konzeptpapier der beteiligten Gemeinden einer Region zusammengefasst und anschließend dem Kirchenkreis bzw. der Kirchenkreissynode vorgelegt werden.

Für unsere Kirchengemeinde bedeutet das eine intensivere Zusammenarbeit mit den Gemeinden Aumühle, Brunstorf/Dassendorf, Börnsen/ Hohenhorn und Wentorf in der so entstehenden „Region Sachsenwald“. Die bisherigen gemeinsamen Gespräche sind auf einem sehr guten Weg und erbrachten bereits gemeinsame Vertretungsregelungen, Absprachen in Bezug auf gemeinsame Aktivitäten wie einer Pilgertour um Himmelfahrt und – auf administrativer Ebene – gemeinsame Vorlagen für Kirchengemeinderatsbeschlüsse, die die genannte Zusammenarbeit regeln könnten, wenn sie denn von den Kirchengemeinderäten so beschlossen werden.

Zeitgleich mit diesem Regionalisierungskonzept soll ein Konzept für die Nutzung kirchlicher Gebäude erarbeitet werden, durch das mittelfristig die finanziellen Aufwendungen der Gemeinden und des Kirchenkreises für Gebäude reduziert werden soll. Hierbei ist unsere Kirchengemeinde durch einen Synodenbeschluss wegen der räumlichen Nähe in besonderer Weise an eine Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Aumühle gebunden.

Über die Ideen und Beratungsergebnisse dieses Prozesses informierte Pastor Enzenauer. So beabsichtigt unsere Kirchengemeinde in Absprache und Kooperation mit der politischen Gemeinde Wohltorf einen zweiten Kitastandort mit drei Elementar- und zwei Krippengruppen auf dem Kirchberg zu errichten. Die sich dadurch ergebende Reduktion kirchengemeindlicher Fläche ist vom Kirchenkreis gewünscht. Nichtsdestotrotz soll es weiterhin kirchliche Arbeit in Gruppen und Kreisen oder kirchenmusikalische Aktivitäten auf dem Kirchberg geben. Um den dafür notwendigen Raum zu schaffen soll die Kirche so ertüchtigt werden, dass sie neben ihrer Funktion als Gottesdienstraum auch für andere Veranstaltungen nutzbar ist.

Mit diesem Konzept möchte der Kirchengemeinderat nicht nur dafür sorgen, dass „die Kirche im Dorf“ bleibt, sondern die Gemeinde so aufstellen, dass sie stärker als bisher „Kirche für das Dorf“ ist und dabei auf die Bedarfe eingeht, die es in Wohltorf gibt. Wir können dabei an die positiven Erfahrungen anknüpfen, die wir in den letzten Jahren in der Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, aber auch mit kirchlichen Veranstaltungen wie etwa mit dem Umzug an Erntedank 2018 oder der Wohltorfer Weihnachtsreise 2019 gemacht haben. Auch das Projekt, einen Bauwagen als Jugendraum herzurichten, ist Teil dieses Konzeptes und wird nachdrücklich von den politischen Gemeinden in Wohltorf und Aumühle unterstützt.

Unter den auch bei uns sichtbaren Bedingungen kleiner werdender Gemeinden muss es uns darum gehen, kirchliches Leben in Wohltorf nicht nur zu erhalten, sondern zu fördern und für die Zukunft auf ein Fundament zu stellen, das selbst dann tragfähig ist, wenn die Pfarrstelle in Wohltorf eines Tages möglicherweise nicht mehr besetzt werden kann. Dass letzteres nicht nur eine schwarzmalerische Behauptung ist, macht das Personalplanungsförderungsgesetz der Nordkirche deutlich, wenn in dessen Folge die Anzahl der Pfarrstellen von derzeit 6,75 auf dann 4 Pfarrstellen im Jahr 2030 in der Sachsenwaldregion reduziert werden muss. Spätestens 2030 wird nicht mehr in jeder Gemeinde ein Pastor oder eine Pastorin leben und arbeiten. Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass diese Entwicklung nicht bedeutet, dass es weiße Flecken auf der Landkarte gibt, in denen es kein kirchliches Leben mehr gibt. Denn dieses kirchliche Leben hängt nicht zwangsläufig an Pfarrstellen oder anderen Hauptamtlichen. Es hängt an dem, was wir miteinander als ganze Gemeinde aufbauen, am Leben erhalten oder mit Gottes Segen zum Leben erwecken. Jammern hilft nicht und Bangemachen gilt nicht. Dass wir Wohltorfer mehr können als Jammern und Bangemachen, sondern auch solch große Projekte bewältigen und auf die Beine stellen können, haben wir gezeigt. Auf der Gemeindeversammlung formulierte es jemand so: „Na dann, Ärmel hochkrempeln und los.“ Genau darum geht es.

Apropos Ärmel hochkrempeln: Wir laden Sie ein zu einer zweiten Informations- und Diskussionsrunde zum Thema Gebäude auf dem Kirchberg, am Mittwoch, 4. März 2020 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus (oder vielleicht auch in der Kirche).



Zum Tode von Werner Waszik


Wir trauern – zum Tode von Werner Waszik

Sein Ruf eilte ihm voraus. Ich war gerade erst neu in der Gemeinde, lernte so langsam Dorf und Menschen kennen, da hieß es hier und da immer wieder mal: „Früher, da hatten wir noch unseren Küster, Herrn Waszik…“ oder „Das hat früher immer Herr Waszik gemacht…“

Und dann lernte ich ihn kennen und ich weiß noch ziemlich genau wie das war. Es war ein Sonntag. Und Werner Waszik feierte mit seiner Familie seinen 80. Geburtstag, natürlich in unserem Gemeindehaus. Man möchte fast fragen: Wo auch sonst?!

Ich betrat den Gemeindesaal, stellte mich vor, gab ihm die Hand und gratulierte. Er freute sich und bedankte sich. Wir unterhielten uns und ich bekam einen kleinen Eindruck von diesem Mann, der da vor mir saß. Er war einer, der schnörkellos erzählte, pragmatisch und klar und ohne Schnickschnack, aber auf jeden Fall mit dem Herzen am rechten Fleck. Und er erzählte gerne, am meisten von seiner Zeit als Küster hier auf dem Kirchberg. Er erzählte von dem Weihnachtsbaum der Kirche, zu seiner Zeit noch mit den echten Kerzen, die zwischen den Gottesdiensten schnell gewechselt werden mussten. Und er oder seine Söhne mussten aufpassen, dass der Baum nicht in Flammen aufging. Er erzählte vom Grillen mit der Pastorenfamilie in seinem Garten, vom Hausmeister sein in den damals noch zwei Kitas unserer Kirchengemeinde und von den vielen Menschen, die zuerst bei ihm klingelten bevor sie den Weg zum Pastorat fanden. Werner Waszik war stolz, auf seine Arbeit als Küster aber auch auf seine Kirche. „Wenn ich vorne in der ersten Bank sitze, dann bin ich zu Hause.“ Das hat er mal gesagt.

Am 23. Dezember 2019 ist Werner Waszik verstorben. Wir, der Kirchengemeinderat, trauern mit seinen Angehörigen, besonders mit seinen Söhnen Hubert, Berthold und Bernhard und ihren Familien. Wir sagen danke, für die vielen Jahre in denen Werner Waszik als Küster in unserer Gemeinde gearbeitet hat, für seine zupackende Art, seinen Humor und seine Einstellung, dass es für jedes Problem auch eine Lösung gibt. Wir denken an seine Familie und bitten Gott für sie um Trost und Kraft.

Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang. (Ps 27,4)

Für den Kirchengemeinderat
René Enzenauer, Pastor



Ende der Weihnachtszeit


Von Bäumen, Sternen und jeder Menge Kerzen – und vom Ende einer Jahreszeit.

Der 2. Februar ist ein besonderer Tag. In meinem Kalender steht dazu: Sonntag, Letzter Sonntag nach Epiphanias/Darstellung des Herrn (Lichtmess).

Das, was vor dem Schrägstrich steht, ist die protestantische Lesart dieses Tages. In den Evangelischen Kirchen geht es an diesem Sonntag um eine eigentümliche Geschichte aus dem Matthäusevangelium. Sie erzählt, dass zwei Jünger Zeugen davon wurden, wie Jesus in ein gleißendes, göttliches Licht getaucht wird. Dieses Wunders nicht genug erscheinen zudem zwei aus dem Alten Testament bekannte Personen, die sich mit Jesus unterhalten. Worüber, wird nicht erzählt. Stattdessen schreibt Matthäus von einer Wolke, aus der eine Stimme ertönt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Danach löst sich die ganze Szene auf. (Mt 17,1-9)

In der Katholischen Tradition, d.h. in der Lesart dessen, was hinter dem Schrägstrich steht, steht eine Geschichte aus den Kindheitstagen Jesu im Vordergrund, in der insgesamt drei verschiedene Traditionen ineinanderfließen (Lukas 2,21ff.)

Zum Einen ist da die Geschichte von der Beschneidung Jesu, ganz so wie sie das jüdische Gesetz fordert. Zum anderen erzählt Lukas, dass sich Maria und Josef mit ihrem Erstgeborenen auf den Weg in den Tempel machen (Lk 2,21ff.). Denn so steht es im jüdischen Gesetz: der Erstgeborene gehört Gott (2. Mose 13,2.15) und muss deswegen am achten Tag nach der Geburt Gott im Tempel übergeben („dargestellt“) und dann durch ein Opfer ausgelöst werden. Man könnte deutend sagen: Jesus kommt in den Tempel, also in sein Eigentum.

Dieser Vorgang ist schließlich mit einem Reinigungsritus verbunden, dem sich Maria unterziehen musste. Nach der Geburt eines Kindes galt die Wöchnerin nämlich als kultisch unrein: 40 Tage lang, wenn sie einen Jungen geboren hatte, 80 Tage bei einem Mädchen. Um wieder rein zu werden, musste die Frau durch den Priester ein Opfer darbringen, nämlich eigentlich ein Schaf und eine Taube. Wenn Lukas hingegen erzählt, dass die heilige Familie lediglich zwei Tauben opferte, dann deutet er damit indirekt an, dass es sich bei Maria und Josef eher um arme Leute handelte, denen eine weniger kostspielige Variante des Reinigungsopfers erlaubt war.

Alle diese Geschichten fließen im Fest der Darstellung des Herrn bzw.  Maria Lichtmess zusammen.

Egal ob nun in Evangelischer oder in Katholischer Tradition: Beide markieren auf ihre Weise einen Einschnitt im Kirchenjahr, nämlich das Ende des Weihnachtsfestkreises. Mit Maria Lichtmess, mit dem 2. Februar erst, ist „Weihnachten“ vorbei. Es beginnt die Vorpassionszeit. Und das zeigt sich auch in unserer Kirche:

Der über fünf Meter hohe Weihnachtsbaum, den unsere Wohltorfer Feuerwehr aufgebaut hatte, ist zerlegt und wartet, während ich diese Zeile schreibe, auf seine Abholung. Die Weihnachtskrippe wurde von ehrenamtlichen Helferinnen sorgfältig verstaut. Die zusätzlichen Kerzenleuchter, die unsere Küster an die Kirchenbänke montiert hatten, warten nun wieder in der Sakristei auf ihren nächsten Einsatz im Dezember. Am längsten durchgehalten hat der Weihnachtsstern. Er leuchtete noch – genau – bis zum 2. Februar. Aber auch er ist nun wieder in seinem „Sommerlager“ und harrt dort der Dinge bis zu seinem nächsten Einsatz am 1. Advent.

Die Weihnachtszeit ist vorbei. In Wohltorf war es zusammen mit der Weihnachtsreise eine sehr bewegte Zeit. Wir, der Kirchengemeinderat, danken allen, die Ihren Teil dazu beigetragen haben: der Feuerwehr, den Küsterinnen und Küstern, den Konfis, der Kantorei und all den anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Danke! Es war wirklich wunderbar.



Musikjahr 2020


So wird’s – Musikjahr 2020 „Natur und Schöpfung

Das neue Jahr 2020 soll, schon seit längerer Zeit geplant und nun unerwartet aktuell in aller Munde, unter dem Motto „Natur und Schöpfung“ stehen. Dazu sind eine Reihe von Veranstaltungen geplant: „Sunday for future“, ein Familienprojekt mit viel Musik aus dem Musical „Himmel und Erde“ von Birgit Pape. Das Musical „Die Arche Noah“ von M.G. Schneider. Ein Open-Air-Konzert „Gipfeltreffen“ im Kletterpark Aumühle mit und für Jung und Alt (bitte vormerken: 5.9.!). Die Aufführung der „Schöpfung“ von Joseph Haydn (8.11.), verbunden mit dem Extrakonzert: „Haydn´s Schöpfung für Kinder“. Dazu besonderes Projekt: in Zusammenarbeit mit Katja Dominik von der „Tanzbasis“ Geesthacht setzen Jugendliche Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und „Magnificat“ (von der „Wohltorfer Jugendkantorei plus“ und Orchester aufgeführt) tänzerisch um. „Vivaldi getanzt!“ Eine spannende Mischung aus Musik und Bewegung! Und zum Abschluss das Umwelt-Kindermusical „Mokelül“ von Andrea Wiese.

Herzlich willkommen zu diesen und allen anderen Veranstaltungen der Wohltorfer Kirchenmusik im Jahr 2020. Weitere Infos: www. kirchenmusik-wohltorf.de

Wiederbeginn der Chöre nach der Weihnachtspause ab Dienstag, 14.01. zu den aktuellen Probenzeiten. Neue MitsängerInnen sind willkommen, Infos bei KMD Andrea Wiese, kantorei.wohltorf@gmx.de oder Tel.: 04104-800881.



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