Gemeindeleben 2020

Damit die Dinge nicht verloren gehen …
Auf dieser Seite haben wir eine Auswahl der Ereignisse aus unserem Gemeindeleben in Wort und Bild festgehalten.
Ereignisse, die auf kirche-wohltorf.de angekündigt waren: Zur Erinnerung.
Und als Beispiele für die vielen kleinen und größeren Aktivitäten, die ein lebendiges Gemeindeleben ausmachen.

Dieser Jahresrückblick ist zwei-geteilt. Zuerst werden von neu nach alt die besonderen Berichte und Mitteilungen 2020 aufgelistet. Danach werden die besonderen Termine 2020 aufgelistet


Berichte und Mitteilungen 2020

P. René Enzenauer – Altjahresabend 2020 – für Zuhause

Aus Psalm 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?

      Meine Hilfe kommt vom Herrn,
      der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.

      Siehe, der Hüter Israels
      schläft noch schlummert nicht.

Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

      dass dich des Tages die Sonne nicht steche
      noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.

      Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
      von nun an bis in Ewigkeit!

Den ganzen Gottesdienst als pdf zum Download oder hier …

P. Enzenauer – 1. Sonntag nach dem Christfest für Zuhause

Wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
voller Gnade und Wahrheit. (Joh 1,14b)

Wo zwei oder drei versammelt sind, da ist Jesus Christus mitten unter ihnen. Gott sei Dank. Das heißt: Auch, wenn wir an diesem Weihnachten nicht in der Kirche sind, wird überall auf der Welt die Botschaft der Engel verkündet.

Also sagt es allen weiter. Sagt allen, die sich fürchten. Sagt zu ihnen: Fürchtet euch nicht, habt keine Angst mehr. Gott ist da. Er kam in unsere Welt: einfach, arm, menschlich.
Sucht ihn, macht euch auf den Weg! Sucht ihn nicht über den Sternen, nicht in Palästen, nicht hinter Schaufenstern. Sucht ihn dort, wo ihr arm seid, wo ihr traurig seid und Angst habt.
Da hat er sich verborgen. Da werdet ihr ihn finden, wie einen Lichtschein im dunklen Gestrüpp, wie eine Hand, die tröstet, wie eine Stimme, die leise sagt: Fürchte dich nicht.

Den ganzen Gottesdienst als pdf zum Download oder hier …

P. Enzenauer: Heilig Abend – für Zuhause

Wo zwei oder drei versammelt sind, da ist Jesus Christus mitten unter ihnen. Gott sei Dank. Das heißt: Auch, wenn wir an diesem Weihnachten nicht in der Kirche sind, wird überall auf der Welt die Botschaft der Engel verkündet.

Also sagt es allen weiter. Sagt allen, die sich fürchten. Sagt zu ihnen: Fürchtet euch nicht,
habt keine Angst mehr. Gott ist da. Er kam in unsere Welt: einfach, arm, menschlich.
Sucht ihn, macht euch auf den Weg! Sucht ihn nicht über den Sternen, nicht in Palästen, nicht hinter Schaufenstern. Sucht ihn dort, wo ihr arm seid, wo ihr traurig seid und Angst habt.

Da hat er sich verborgen. Da werdet ihr ihn finden, wie einen Lichtschein im dunklen Gestrüpp,
wie eine Hand, die tröstet, wie eine Stimme, die leise sagt: Fürchte dich nicht.

Den ganzen Gottesdienst hier als pdf zum Download oder …

Ein Dankeschön – und viele Lebkuchen vom Jugendprojekt Zirkuswagen Wohlmühle

Es ist Mitte November. Es duftet nach Zimt, Nelken, Sternanis, Ingwer, Fenchel, Kardamom, Koriander, Muskatnuss und Piment …

An was erinnern euch diese Düfte und Gewürze? Genau! An Weihnachten, Advent, an Geborgenheit … und vor allem an Lebkuchen!

Da es uns leider noch immer nicht möglich ist, uns persönlich zu treffen und gemeinsam an unserem Projekt zu werkeln – oder eben zu backen, beschlossen wir, dass einfach jede*r bei sich zu Hause ein paar Lebkuchen fabriziert.

Pastorin Fallbrüg zum 4. Advent

Liebe Wohltorferinnen und Wohltorfer, liebe Heilig-Geist Gemeinde,

sehr gern hätte ich mich mit Ihnen an den vier Adventskerzen in der Heilig-Geist Kirche erfreut, den Klängen der Orgel gelauscht, allerschönste Adventslieder mitgesummt und Text und Musik in mir nachklingen lassen. Wir hätten gemeinsam gebetet, die Worte der Bibel in dem Augenblick miteinander neu gehört und trotz Abstand und Maskenpflicht wären wir uns begegnet.

Den ganzen Gottesdienst hier als pdf zum Download oder …

Zwanzigzwanzig – Eine persönliche Rückschau von Andrea Wiese

Was für ein Jahr! Zwanzigzwanzig! Mit vielen Sorgen, Entbehrungen und zusätzlichen Mühen, aber auch mit neuen Ideen und Wegen, erlebter Verbundenheit und vielleicht manchmal etwas mehr Ruhe und Natürlichkeit.

Mit dem Lockdown begann eine (auch) für die Wohltorfer Kirchenmusik noch nie da gewesene Zeit. Keine Chorproben, keine Konzerte, keine Gottesdienste! Alltag adé. Planung unmöglich, in der Corona-Anfangszeit wusste ja niemand, wie lange welche Einschränkungen dauern würden. Wie also Kontakt zu den Chören und der (musikalischen) Gemeinde halten? Mit einer Internet-Chorplattform mit Einspielungen zum Mitsingen, regelmäßigen Mails, auch mal einem persönlichen Anruf oder Brief. Mit Musik-Podcasts zu Karfreitag, Ostern und Cantate. Mit Online-Chorproben.

Weihnachten in Zeiten des Shutdowns

Liebe Wohltorfer, liebe Krabbenkamper, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Kirchengemeinde,

die aktuelle Landesverordnung für Schleswig-Holstein zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sieht für die Zeit bis zum 10.01.2021 vor, Kontakte über den eigenen Haushalt hinaus auf ein Minimum zu reduzieren.

Unter Berufung auf die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Religionsausübung ist es den Kirchen und auch anderen Religionen weiterhin gestattet, unter bestimmten strengen Auflagen Gottesdienste zu feiern.

Angesicht des dynamischen Verlaufs der Corona-Pandemie und zum Teil in gemeinsamer Absprache mit den anderen Kirchengemeinden unserer Region hat unser Kirchengemeinderat beschlossen, beginnend mit dem 4. Advent bis zum 10. Januar 2021 weitestgehend auf Präsenzgottesdienste zu verzichten.

Damit werden auch die insgesamt sechs geplanten Trecker-Andachten für Wohltorf und den Krabbenkamp am 24. Dezember abgesagt.

Wir haben diesen Beschluss schweren Herzens gefasst, denn er berührt ein wesentliches Element unseres gemeindlichen Lebens.

Wochenendfahrt in das Bauwagendorf „Mühle 17“

Wie Sie vielleicht schon gelesen haben, berichten wir seit einiger Zeit regelmäßig hier über das Bauwagenprojekt der Jugend Wohlmühle.

Zum Sammeln von Inspirationen fuhren wir mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Altersstufen, Neels Feil vom Filmteam, Britta Iwersen vom Bauteam und der Gemeindepädagogin Maria Lachmann vom 16. bis 18. Oktober 2020 nach Bokel in das Bauwagendorf „Mühle 17“.

Wir trauern – Zum Tode von Eberhard Latzke

Wenn ich an Eberhard Latzke denke, dann kommt mir vor allem eine Situation in den Sinn: Es ist Ostermorgen, halb vier Uhr in der Früh. Draußen ist es noch Nacht, aber ich sammele Gottesdienstbuch, Talar und Beffchen zusammen und gehe zur Kirche in Richtung Osternachtsgottesdienst. Jedes Mal war es dann so: Wenn ich am Parkplatz vor der Kirche ankam, war Eberhard Latzke schon da. Es war wie bei „Hase und Igel“. Und immer war ich der Hase. Manchmal saß Eberhard Latzke dann im Auto, trank ruhig seinen mitgebrachten Kaffee oder Tee und sagte: „Frohe Ostern. Ich habe schon alles vorbereitet.“

Die Osternacht war „sein“ Gottesdienst. Wenn wir im Kreis der Küsterinnen und Küster zusammensaßen und die Gottesdienste des nächsten Halbjahres verteilten, war er es, der sagte: „Osternacht? Die mache ich.“ Er war Sehrfrühaufsteher.

Wenn ich mich an Eberhard Latzke erinnere, dann denke ich an einen freundlichen und herzlichen Mann, dem die formvollendete, große Geste erfrischend unwichtig war.

Mit großer Akribie korrigierte er als Mitglied unseres Teams für die Öffentlichkeitsarbeit nicht nur meine Texte. Wenn ich am 15. des Monats meine Artikel für den Sachsenwalder abgab und einen Tag später mein Telefon klingelte, wusste ich, dass es Eberhard Latzke war, der eine Unstimmigkeit entdeckt hatte und der nun fragen würde, ob er sie korrigieren dürfe.

Zirkuswagen – Es geht weiter …

Foto: Bauwagen von der Seite mit StützenNachdem wir so großzügig von vielen verschiedenen Privatpersonen und Stiftungen mit Werkzeug und finanziellen Mitteln ausgestattet wurden, konnte endlich der Ausbau des Bauwagens beginnen. Seit September treffen wir uns jeden Samstag, um zu renovieren und weiter zu planen.

Zunächst befreiten wird den Bauwagen von der Dämmwolle und entfernten Türen und Fenster. Der Innenraum wurde entkernt, so dass es jetzt nur noch einen großen Raum ohne Zwischenwände gibt. Es ist aufregend zu beobachten, wie sich der Bauwagen Stück für Stück verändert und schöner wird.

Bald werden wir uns Gedanken darüber machen müssen, wie wir die Innenausstattung umsetzen wollen, bei einem Planungstreffen tauschten wir uns bereits über unsere Wünsche aus. Wir sind schon gespannt auf das Endergebnis und welche neuen Ideen entstehen werden.

Kammerton W – 7. Teil und Schluss: Vokalensemble Wohltorf

Foto: VokalensembleSingen ist das Schönste!! Das gilt nicht nur für manches Chormitglied, sondern auch für mich. So freut es mich besonders, dass es das Vokalensemble Wohltorf gibt, in dem ich als Chorleiterin meist nicht vor dem Chor stehe, sondern, selber singend, sozusagen vom 1. Pult aus, ein Teil dieses Ensembles bin. Anfänge, Übergänge, Schlüsse, Stellen, bei denen die Tempofindung wichtig ist, dirigiere ich, aber ein Großteil der musikalischen Führung geschieht mit der Stimme, mit Gestik und Mimik. Für die Ensemble-Mitglieder bedeutet das: Noch mehr Aufmerksamkeit. Hören, Spüren; selbstständig, mitverantwortlich. Das setzt absolute Sicherheit im Notentext voraus. Es ist ein anderer Level, auf dem dieser Kreis anfängt zu arbeiten. Kenntnis des Notentextes – ein Schritt, mit dem sich andere Chöre lange in den Proben beschäftigen – wird vorausgesetzt. Die Mitglieder unseres Vokalensembles singen vom Blatt oder erlernen den Notentext eigenständig zu Hause. „Ich spüre, dass Du uns viel zutraust, was durchaus herausfordernd ist, aber umso schöner, wenn es gelingt“, so eine Mit-Sängerin.

Kontak-Tee sagt Danke

An jedem ersten Donnerstag im Monat ist Kontak-Tee. Seit genau 19 Jahren steht dieser Termin fest in unserem Kalender und im Kalender unsere Gemeinde. Brunhilde Schreblowski und ich, Gisela Kriese, freuen uns rückblickend sehr darüber, dass unsere Idee zu einem offenen Gesprächskreis, in dem wir uns mit anderen in liebevoller Atmosphäre über Themen des Glaubens und des Lebens austauschen, einen solchen Erfolg hatte.

Kammerton W Teil 6: Die Kantorei

Ein Blick hinter die Wohltorfer Notenblätter, von KMD Andrea Wiese

Foto: Kantorei75 Stühle sind eine Menge… Sie im Gemeindesaal auf dem Kirchberg aufzustellen, damit beginnt für mich jeden Dienstagabend die Kantoreiprobe. Ein eher sportlicher Start, kann nicht schaden. Nun noch die Noten und die Stiftebox mit den Bleistiften zurechtlegen, manchmal auch die Plakate, die einige Chorsänger ehrenamtlich für die Wohltorfer Kirchenmusik in lokalen Geschäften verteilen, um unser nächstes Konzert zu bewerben.

Dann trudeln auch schon die ersten Sänger ein. Manche ganz gelassen und heiter, andere etwas müde, andere erkennbar direkt von der Arbeit. Ein angeregtes Plaudern durchströmt den Raum, es klingt, als habe man sich mindestens ein halbes Jahr nicht gesehen. Viele, langjährige Freundschaften sind in der Kantorei entstanden. Wir sind eine wirkliche Gemeinschaft, auch jenseits der Musik. Wir denken aneinander, nehmen Anteil. Das war gerade auch in der ersten Corona-Zeit in diesem Jahr sehr deutlich. Cliquenbildung und Empfindlichkeiten, wie ich sie in anderen großen Chören kennengelernt habe – gab es bei uns zum Glück nie. Ich erlebe hier bei uns in Wohltorf eine große Offenheit und Freundlichkeit, auch neuen Mitgliedern gegenüber. „Ich kam über eine Berufskollegin zur Kantorei“, so berichtet ein Bassist, der seit 2011 dabei ist. „Es macht Spaß, sowohl ernsthaft an guter Musik zu arbeiten als auch den Humor dabei nicht zu vergessen und dann bei dieser Arbeit noch netten Menschen aus allen Lebensbereichen zu begegnen.“

Rede der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Friederike Probst anlässlich des 25 jährigen Dienstjubiläums von Kirchenmusikdirektorin, Frau Andrea Wiese

Liebe Frau Wiese, liebe Gemeinde,

Foto: Vor der Kircheheute vor 25 Jahren haben Sie ihren Dienst als Kantorin in der Kirchengemeinde Wohltorf begonnen. Ich kenne Sie noch keine 25 Jahre, aber auch bevor ich Sie vor ca. 14 Jahren kennengelernt habe, hatte ich schon von Ihnen gehört. Und zwar durch folgende kleine Geschichte:

Neues vom Bauprojekt auf dem Kirchberg

Ausgelöst durch einen vom Kirchenkreis initiierten Regionalisierungsprozess, der den veränderten Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit Rechnung tragen soll, sowie durch einen Gebäudeprozess, der das Ziel verfolgt, die aufgewendeten Solidarmittel für kirchlich genutzte Räume zu minimieren, ist unsere Kirchengemeinde gezwungen, ein neues Konzept für unsere Gebäude auf dem Kirchberg zu arbeiten.

Im Folgenden sind die Entwicklungen seit der letzten Gemeindeversammlung Anfang März zusammengefasst.

Was bisher geschah?

Bei der letzten Gemeindeversammlung stellte der Kirchengemeinderat drei Alternativen zur Neugestaltung des Kirchbergs vor. Nach einer Diskussion in verschiedenen Workshops, sowie nach einem Überblick über Finanzierungsmodelle der drei Alternativen, zeigte sich in einem abschließenden Meinungsbild die Tendenz zu einer Lösung, die den Bau einer Kita mit einem verbundenen, möglichst großen Gemeindehausteil und die Sanierung und Ertüchtigung der Kirche zu einer vielfältigen Nutzung vorsieht. Darüber hinaus war der Bau einer Wohnung Teil dieses Konzepts.

Predigt zum Sonntag Rogate

  1. Matthäus 6,5-15

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.

Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

Darum sollt ihr so beten:

Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Gottesdienste in Wohltorf.

„Ich bin wieder hier… war nie wirklich weg.“ So besingt Marius Müller-Westernhagen in einem Lied sein „Revier“. Genau so war bzw. ist es auch mit unseren Gottesdiensten. Eine Weile lang konnten wir sie nicht feiern. Stattdessen sind wir auf Instagram (kirchewohltown) unterwegs, verschicken Briefe und Predigten per Post oder stellen sie auf unsere Website.

Aber nun, seit dem 10. Mai, dürfen wir uns wieder in unserer Kirche versammeln, um Gottesdienste zu feiern. Wir sind wieder da! Leibhaftig, sozusagen.

Das aber geht nur unter bestimmten Auflagen und unter Einhaltung einiger Hygieneregeln, die der Kirchengemeinderat zusammen mit dem Küsterkreis in einem Corona-Schutzkonzept zusammengefasst hat.

Gott ist da! WIR SIND DA! Das genügt.

Wir feiern wieder Gottesdienst.

Die Lockerungen der Regelungen für Versammlungen im öffentlichen Bereich machen es möglich: Wir dürfen wieder Gottesdienst feiern.

An den kommenden Sonntagen laden unsere Kirchenglocken wieder zum Gottesdienst ein. Los geht es um 10 Uhr.

Manches wird sicher ungewöhnlich sein: Statt des gewohnten Gemeindegesanges dürfen Lieder nur noch mitgesummt werden und auch die Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst muss entfallen. Trotzdem wird es schön sein, sich wieder treffen und miteinander feiern zu dürfen.

Natürlich geht das nicht ohne ein paar Spielregeln:

Predigt zum Sonntag Jubilate

Dortmund, Liverpool und Siegestaumel.

Von Pastor René Enzenauer

Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5,1-4)

  1. „Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.“ Diese Sätze stammen von William „Bill“ Shankly. Natürlich war er Fußballer. Und von 1959-74 war er Trainer vom FC Liverpool. Und zwar ein sehr erfolgreicher und immer noch sehr verehrter. So verehrt, dass man nach seinem Tod eine Bronzestatue für ihn aufstellte.

Wahrscheinlich hätte sich Bill Shankly sehr gefreut, wenn er vor vier Jahren dabei gewesen wäre, im berühmten Stadion in der Anfield Road in Liverpool. Dort spielte der FC Liverpool gegen Borussia Dortmund. Dortmund führte fast schon siegessicher mit 3:1. Aber dann passiert das, was die Medien ein wenig numinos die „Magie von Anfield“ nennen. Aus dem 3:1 wird erst ein 3:2 und dann ein 3:3. Und dann ist das Spiel eigentlich zu Ende. Die 90. Minute. Aber ausgerechnet da kommt sie, die Flanke, dann ein Kopfball und dann das 3:4 – für Liverpool. Das wars dann für Dortmund. Jemand ruft so oder so ähnlich: „Das Spiel ist Aus! Aus! Aus!“ und die Fans von Liverpool eskalieren. Arme fliegen in die Luft oder um den Hals des Nachbarn. Freudensprünge, Freudentaumel. Freudentränen. Echte Fanfreude, die von Herzen kommt. Der Gegner ist besiegt. In der letzten Minute.

Über diesen fast schon religiösen Moment hat die alte London Times geschrieben: „Es gibt Augenblicke im Leben, die immer im Gedächtnis der Menschen bleiben. Erinnerungen, die sie lächeln und glauben lassen.“ Wohin das feuchte Auge auch blickt: Jubel. Jubel. Jubel.

Zum Hirtensonntag Miserikordias Domini.

einige Worte von Pastor Enzenauer zum Sonntag bei Instagram

Todesnacht

Es fängt an in dunkler Nacht. Es fängt an mit Totenstille. Langsam fahren Autos vor, parken. Autotüren fallen zu. Leise Schritte scharren auf dem Weg. Menschen kommen, erst vereinzelt, dann in Gruppen. Einer flüstert: „Guten Morgen.“ Eine sagt: „Meine Güte, ist das früh.“ Dann ist wieder Totenstille. Dann ist wieder nur die dunkle Nacht.

Am Eingang gibt es eine Kerze und ein Liedblatt. Dann: Leise in die Kirche schlüpfen, Sitzplatzsuchen, Bänkeknarren, Blätterfalten, Nesteln, Husten, Seufzen. Dann ist wieder Stille. Und wieder nur die dunkle Nacht. Ab und zu ein leises Räuspern, sonst nur sitzen und warten. Nur denken und starren in der Dunkelheit.

So dunkel, dass die Augen nicht wissen, wohin sie gucken sollen. Denn in der Dunkelheit, da ist kein klares Ziel. Da ist kein Weg, kein sicherer Raum sich zu bewegen. Nur Totenstille. Todesnacht. Nichts regt sich.

Gemeindebrief für den Mai in der Corona-Krise

Liebe Gemeinde!

Wie werden wir die Gemeindeglieder erreichen? Wie können wir Ostern ohne Gottesdienste feiern? Können wir wirklich einfach alles abschalten?
Nein, „Kirche ist trotzdem“, sagte Pastor Enzenauer.
Und dieser Satz hat uns, den Kirchengemeinderat, unsere KMD Andrea Wiese, die Küster und viele andere Ehrenamtliche während der Corona-Krise geleitet.

Kurz vor dem Redaktionsschluss für den Sachsenwalder wissen wir nicht, wie und wann es weitergehen wird. Aber wir können darüber nachdenken, wie es bis jetzt gewesen ist und wie unsere anfängliche Skepsis und Frustration uns zu der Erkenntnis geführt hat, dass Pastor Enzenauer recht hatte. Es war eine Herausforderung, aber auch ein Grund, um neue Wege zu gehen und mit dem, was in dieser Kirchengemeinde geschieht, Freude zu finden und zu verbreiten. Die Ergebnisse lassen sich in einigen Zahlen beschreiben. Unser
Instagram-Konto „Kirche Wohltown“ mit knapp 30 Mitteilungen, sogenannte „Posts“, hat fast 100 Anhänger bzw. Follower innerhalb von 1 Monat gewonnen. Mit Videos und Fotos hat uns Pastor Enzenauer durch die heilige Woche geführt. Und wir haben jetzt sogar einen Twitter-Account. Wir haben mehrere Rundbriefe per Email an unsere Mitglieder verschickt und per Post „traditionell“ 820 Osterkarten an die Gemeindeglieder versandt. Unsere Jugendgruppe hat eine Aktion für ältere Mitbürger organisiert. Und vielleicht fragen sich einige, „was macht der Pastor, wenn er am Sonntag nicht Gottesdienst hält?“ und einige werden es wissen; er telefoniert mit Menschen aus der Gemeinde.

Ostersonntag

 

Ostermorgen in Wohltorf

 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war und der da ist und der da kommt. Amen.

Predigttext aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 28.

Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. 

 

Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

 

Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. 

 

Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

 

Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. 

Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

Karfreitag

Sie haben gegessen. Ein letztes Mal zusammen. Und dann gehen sie hinaus an den Ölberg. Es liegt etwas in der Luft nach diesem Essen. Sie reden. Jesus sagt: „Ihr werdet mich heute alle verlassen.“ „Nein!“, sagen sie. Und Petrus ist dabei der Lauteste von allen: „Nein! Und wenn sie alle Ärgernis nehmen an dir, so doch ich nicht.“

 

Dann ist Stille – nach diesen lauten Worten. Jesus sieht ihn an: „Wahrlich, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.“ Aber Petrus lässt nicht locker: „Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen.“ Das Gleiche sagen sie alle.

 

Dann kommen sie zum Garten Gethsemane. Die Jünger setzen sich hin. Aber Jesus geht. Er will beten. Allein sein mit seinem Gott. Aber drei von seinen Freunden, die will er in der Nähe haben. Und er nimmt mit sich Petrus und Jakobus und Johannes. Und er fängt an zu zittern. Er kriegt Angst und spricht zu ihnen: „Meine Seele ist betrübt bis an den Tod. Bleibt hier und wachet.“

 

Ein paar Schritte weiter fällt Jesus auf die Knie: „Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir, doch nicht, was ich will, sondern, was du willst.

Zum Gründonnerstag. Das letzte Abendmahl.

Liebe Gemeinde.

Sie sind versammelt,
staunende Verstörte,
Sie sind versammelt,
um ihn,
der wie ein Weiser sich beschließt
und der sich fortnimmt denen er gehörte
und der an ihnen              fremd                vorüberfließt

Die alte Einsamkeit kommt über ihn,
die ihn erzog zu seinem tiefen Handeln;
nun wird er wieder durch den Wald wandeln,
und die ihn lieben
werden vor ihm fliehn.

Er hat sie zu dem letzten Tisch entboten

Und als sie aßen sprach er:
Wahrlich ich sage euch:
Einer unter euch wird mich verraten.

Was zum Sonntag Palmarum

Liebe Gemeinde.

Diese Andacht, die Sie hier lesen, können Sie auch auf Instagram auch ohne Anmeldung hören und sehen.

Es ist Palmarum.

Und das ist ein außergewöhnlicher Sonntag.

In Lübeck zum Beispiel. Da gedenkt man heute der Zerstörung der Stadt. 1942 war das. Fast 400 Menschen starben. 15.000 wurden obdachlos. Seitdem hat jeder Gottesdienst an Palmarum in Lübeck immer auch einen trauernden Oberton.

Aber Palmarum hat auch eine andere, schöne Seite. In vielen Kirchengemeinden wird an Palmarum traditionell Konfirmation gefeiert. So dürften heute also wohl nicht wenige Leute zu Hause sitzen und denken: „Kinder, ist das schon wieder so lange her. Heute, vor 10, 20 … Jahren wurde ich konfirmiert.“

Wieder andere werden aber heute wahrscheinlich im Garten sitzen und sagen: Wenn dieses blöde Virus nicht wäre, dann hätten wir heute Konfirmation gefeiert. Das Wetter jedenfalls wäre perfekt gewesen, für Gartenparty und Grillen und für gute Stimmung. Aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben, auch wenn das nur ein kleiner Trost ist.

Was zum Sonntag Judika

Liebe Gemeinde.

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Es ist Sonntag.
Und ich erschoss einen Mann in Reno.
Nee.
Stimmt nicht.
Ich war nie in Reno.
Und was vielleicht noch wichtiger ist: Ich habe niemanden erschossen.

Das habe ich alles nur wegen des dramatischen Anfangs gesagt.
Aber ich habe in der letzten Woche ein wenig in Texten von Charles Bukowski gelesen.
Den mag ich.
Er schreibt so hingerotzt und dreckig.
Das mag ich.
Und ich mag, dass man in diesem dreckigen Stil, plötzlich unfassbar schöne Formulierungen findet, die einem im Gedächtnis bleiben. Vielleicht gerade weil sie mit so viel Dreck umgeben sind.
Da fällt das Schöne dann mehr auf.

Beobachtungen von Pastor Enzenauer

Liebe Bewohner und Bewohnerinnen in Wohltorf und im Krabbenkamp,

es passieren ungewöhnliche Dinge. Ich meine keinen „Spuk“ im Wohnzimmer, nicht die Dielen, die immer von selbst knacken. Ich meine auch nicht die Klopfgeräusche an der Terassentür von gestern Abend, obwohl dort beim Nachsehen niemand war. Ich meine andere, alltäglichere ungewöhnliche Dinge.

Ich meine Dinge wie heute Morgen beim Brötchenholen. An der großen Schaufensterscheibe beim Bäcker, da wo sonst Plakate hängen, die zu Vorträgen oder zu Konzerten einladen, da hängt jetzt ein anderes Plakat: „Was wäre ein Frühstück ohne Brötchen vom Bäcker.“ steht darauf. Und dahinter ein großes „DANKE!“. Und auf der gegenüberliegenden Seite, beim Zeitungsladen, da hängt auch ein Plakat. Darauf steht unter anderem: „Danke für die vielen kleinen netten Gespräche.“

Aber das ist noch nicht alles. Es geht ungewöhnlich weiter, beim Einkaufen im Supermarkt.

Post von Pastorin Renate Fallbrüg

Liebe vertraute Menschen in der Kirchengemeinde Wohltorf,

einmalig die Situation, dass die Gottesdienste in unseren Kirchen nicht stattfinden können. Wenn auch nur in Vertretung, so vermisse auch ich die gottesdienstliche Gemeinschaft mit Ihnen und Euch und grüße auf diesem Wegen sehr herzlich. Die Kreativität in unserer Kirche ist spürbar und aller Orten. So werden auch in Wohltorf neue Formen erprobt.

Was zum Sonntag Lätare

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Es ist Sonntag. Eben haben die Glocken geläutet.
Aber die Kirche ist da drüben hinter den Bäumen.
Und ich bin hier. Verkehrte Welt.
Aber ihr wisst ja alle, warum das so ist.

Der Sonntag heute heißt Lätare.
Auf Deutsch: Freue dich!
Manche sagen auch „das kleine Ostern“ dazu.
Denn die Hälfte der Fastenzeit ist vorbei.
Ostern, die Freudenzeit, rückt ein Stückchen näher.

Bei unseren Katholischen Glaubensgeschwistern kann man das sogar ganz schön an der liturgischen Farbe sehen. Das ist die Farbe, mit der die Kirche an diesem Sonntag geschmückt ist. Und die Farbe, die der Pfarrer in der Messe trägt. In der Fastenzeit ist es violett. Aber am Freue-dich-Sonntag mischt sich da hinein das Weiß von Ostern. Und daraus wird:

Unsere Informationen bezüglich des Corona-Virus: Kirche ist. Trotzdem!

In unserer Kirche dürfen wir im Moment keine Gottesdienste feiern. Selbst die wichtigsten Gottesdienste des gesamten Kirchenjahres an Karfreitag und Ostern müssen wir sehr schweren Herzens absagen. Ich weiß nicht, ob es das schon jemals gegeben hat. Es ist fast schon unwirklich. Es ist traurig. Aber es ist vernünftig. Im Moment sind wir gehalten, die Maßnahmen, die die Infektionen mit dem Coronavirus eindämmen und verlangsamen sollen, so streng wie möglich einzuhalten. Das ist schwer, besonders dann, wenn man von sich selbst sagt: „Warum der Aufwand? Mir geht es gut. Ich habe nichts. Ich mache mir keine Sorgen.“ Es geht eben nicht nur um einen selbst. Es geht auch um andere, vor allem um die, für die eine Infektion mehr bedeuten würde als ein bloßer Schnupfen oder als Kopfweh. Das heißt für uns: Wir verschieben, was sich nur irgendwie verschieben lässt: Taufen, große Traugottesdienste, Besuche zu Hause oder im Seniorenheim und unsere Gruppen und Kreise. Trauerfeiern dürfen stattfinden. Aber nur unter freiem Himmel, mit möglichst wenig Leuten und nur mit ein paar wenigen Worten zum Geleit.

Doch auch, wenn uns das alles einschränkt: Kirche ist. Trotzdem!


Termine 2020

Samstag, 26.12.2020: 10. Musikalische Abendandacht

„Weihnachten – zartschmelzend…“
Werke von J. Rutter, J. Pachelbel, L. Kunkel u.a.

Tim Karweick – Tenor
Janina Gloger-Albrecht – Harfe
Andrea Wiese – Orgel

Bitte melden Sie sich hier an.

Am 2. Weihnachtstag, 26.12.2020, um 18 Uhr findet in der Heilig-Geist-Kirche, Wohltorf, die nunmehr 10. Musikalische Abendandacht statt: eine gute Dreiviertelstunde exquisite Kammermusik mit einem liturgischen Rahmen aus Lesungen, Gebeten und Segen. Wohltuend, ruhig, zum Atem holen. In der 10. MAA erklingt natürlich Weihnachtsmusik! In „Corona-Besetzung“ – intim, äußerst reizvoll und so noch nie da gewesen…: Harfe, Tenor und Orgel – Weihnachten zart-schmelzend. Auf dem Programm stehen Stücke für Harfe und Orgel (der berühmte „Pachelbel-Kanon“ und die fröhlich swingende „Christmas-Suite“ von Lilo Kunkel, einer zeitgenössischen Komponistin mit Nähe zum Jazz) und, in voller Besetzung, Carols wie das in der Wohltorfer Weihnachtstradition fest verankerte „Angel´s Carol“ von John Rutter und „Once in Royal David’s City“, mit dem die Kapelle vom King´s College in Cambridge alljährlich den Gottesdienst am Heiligabend eröffnet. Dazu Bearbeitungen von Klassikern wie „In dulci jubilo“ oder „Was soll es bedeuten“ und Werke für Harfe solo. Wenn das nicht schmelzt…

Die Ausführenden sind Janina Gloger-Albrecht (Harfe), Tim Karweick (Tenor) und Kantorin Andrea Wiese (Orgel und Sopran). Janina Gloger–Albrecht, geboren und aufgewachsen in Westfalen, schloss ihr Diplom an der Musikhochschule Lübeck mit Bestnote ab. Die Liebe zu ihrem Instrument entdeckte sie bereits im Alter von drei Jahren. Sie ist gern gesehener Gast in vielen Orchestern; Konzertreisen führten sie ins In–und Ausland. Tim Karweick begann im frühen Kindesalter mit dem Klavierspiel. Eine erste sängerische Ausbildung erhielt er in der Lübecker Knabenkantorei, später im Landesjugendchor Schleswig-Holstein. Ein besonderes Anliegen seiner sängerischen Tätigkeit ist die historische Aufführungspraxis von Werken aus Renaissance und Barock sowie der Ensemble- und Chorgesang. Dies fand bisher Ausdruck in der Mitwirkung bei spezialisierten Ensembles wie der Lautten Compagney Berlin, Concerto Brandenburg, der Wittenberger Hofkapelle.


Donnerstag, 24.12.2020: Heilig Abend – Weihnachten auf dem Trecker

ab 14:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr an verschiedenen Orten in Wohltorf und am Krabbenkamp.

 

Fällt wg. Corona-Lockdown aus!

Das Jahr 2020 ist anders als andere Jahre. Vieles ist eingeschränkt. Vieles musste ausfallen. Aber ohne Heilig Abend und ohne Weihnachtsgeschichte können wir nun mal nicht. Weihnachten soll stattfinden – nur anders.

Da in unserer Kirche nur eine sehr begrenzte Anzahl von BesucherInnen Platz findet und da wir nach wie vor nicht in der Kirche singen dürfen, Weihnachten ohne Weihnachtslieder jedoch „zwar möglich, aber sinnlos ist“, haben wir uns dafür entschieden, den Heiligen Abend in vielen kleinen Andachten im Dorf zu feiern. Und das geht so:

Wo?

Mit Trecker fahren wir am 24.12. insgesamt sechs verschiedene Ort im Dorf an. Dort wird es jeweils eine viertelstündige Andacht geben, bevor der Trecker zu seiner nächsten Station aufbricht.

Die Stationen lauten:

  • 14:30 Uhr Spielplatz im Krabbenkamp
  • 15:15 Uhr Waldkamp
  • 16:00 Uhr Dorfteich
  • 16:45 Uhr Schulhof der Grundschule Alter Knick
  • 17:30 Uhr Parkplatz am Tonteich
  • 18:15 Uhr Kirchberg

Mitmachen und Mitbringen

Kommen sie bitte ab eine halbe Stunde vor Beginn der Andacht an den vorgesehenen Ort. Soweit es möglich ist, bitten wir Sie, zu Fuß zu kommen.

Achten Sie vor Ort bitte auf die vorgeschriebenen Abstände. Die Andachten dauern jeweils ca. 15 Minuten.

Für die weihnachtliche Beleuchtung der Szenerie bringen Sie gerne eine Kerze mit.

Darüber hinaus freuen wir uns sehr, wenn Sie klingende Glöckchen, kleine Zimbeln oder Triangeln dabeihaben, mit denen wir ein kleines Weihnachtsläuten klingen lassen können. Wenn Sie sich schon vor Heiligabend vorbereiten und die Weihnachtslieder üben möchten, können Sie in Kürze einen Blick auf diese Seite werfen, wo wir die Lieder für Sie zusammengestellen werden.

Bitte informieren Sie sich auf unserer Website auch über mögliche Änderungen. Mit dem Handy können Sie am 24.12. die Seite ebenfalls nutzen, um vor Ort mitzusingen. Liederzettel werden wir aber auch mitbringen.

Wir sind uns sicher: Es wird wunderbar, wenn unser Dorf zusammenkommt, zusammen Musik macht und Weihnachten feiert!


Sonntag, 20.12.2020: Familien-Weihnachtsandacht

Barockorchester L‘Arco

Eine Stunde festlicher Weihnachts(vor)freude! …

Fällt wg. Corona-Lockdown aus!

Orchesterwerke von A. Caldara, A. Corelli („Weihnachtskonzert“), G. Ph. Telemann u.a.

Von vielen von uns wird im Moment ein hohes Maß an Flexibilität
gefordert! Die Kirchengemeinde Wohltorf kann sich glücklich schätzen, dass auch das Barockorchester L‘Arco mit seinem Leiter Christoph Heidemann diese Flexibilität zeigt und nach dem Corona-bedingten Ausfall des Konzertes „Zur Recreation des Gemüthes“ am 8.11.2020 nun am 4. Advent, 20.12.2020, in zwei Familien-Weihnachtsandachten um 16.00 und 18.00 Uhr in der Wohltorfer Heilig-Geist-Kirche zu Gast ist:

Ein Stunde voller Weihnachts(vor)freude erwartet kleine und große Besucher mit den glanzvollen Klängen des „Concerto grosso in F-Dur“ von G. F. Händel und anderen festlichen Orchesterwerken des Barock, darunter dem bekannten „Weihnachtskonzert“ von A. Corelli. Dazu ein liturgischer Rahmen (Gebete, Lesungen, Segen), der bei dieser Familien-Andacht von Pastor René Enzenauer und Kindern der Wohltorfer Kinderkantorei ausgefüllt wird.

In diesem besonderen Jahr finden die Heiligabend-Gottesdienste nicht in der Kirche, sondern Open-Air auf dem Trecker an vielen Orten in Wohltorf (siehe Termin „Heilig Abend auf dem Trecker“) statt. So bieten die beiden Familien-Andachten am Sonntag, 20.12., die Gelegenheit, Weihnachten in unserer Kirche besinnlich und feierlich zu bedenken. Und der große Weihnachtsbaum steht auch schon!


Samstag, 12.12.2020: Quempas anders 16:00 Uhr

Weihnachtliche Bläsermusik aus Renaissance und Barock.

Auch in diesem besonderen Jahr erklingt der Quempas in der nur von Kerzen erleuchteten Kirche

Bitte melden Sie sich hier an.

Unsere traditionelle Adventsandacht für die ganze Familie mit weihnachtlicher Bläsermusik aus Renaissance und Barock. Auch in diesem besonderen Jahr erklingt der Quempas in der nur von Kerzen erleuchteten Kirche: Besonders, in strahlendem Bläserklang! Weihnachten kann kommen! Erleben Sie es mit!

Mitglieder des Schweriner Blechbläser Collegium
KMD Andrea Wiese – Orgel

Adventszeit in Wohltorf ohne Quempas? Nach einem ersten, sich aus den den Corona-Umständen ergebenden: „Quempas fällt dieses Jahr ja wohl flach…“ erschien diese Perspektive dann doch zu trist und nicht hinnehmbar. Gibt es keine Alternative? Quempas, dann eben einmal anders?

Ein Anruf beim „Schweriner Blechbläser Collegium“ brachte die Antwort! In diesem Jahr „singen“ vier Mitglieder des Collegiums den Quempas auf ihren Instrumenten. Glanzvoller Bläserklang, farbig und virtuos.

Wie in jedem Jahr wird das Licht in der Heilig-Geist-Kirche gelöscht, werden vier Kinder mit den Kerzen ihrer „Siebensterne“ das stille Dunkel erleuchten; wieder wird die vertraute Melodie von Michael Praetorius erklingen, bei der man merkt: Jetzt ist Weihnachten ganz nah. Als musikalischer Rahmen erklingen weihnachtliche Werke von J. Crüger, D. Buxtehude, J. S. Bach u.a. „Quempas anders“: aus den Umständen eine Tugend gemacht? Unbedingt! Erleben Sie es mit!


Freitag, 27.11.2020: 9. Musikalische Abendandacht

Hamburger Ratsmusik zum Advent

Werke zum Advent aus Renaissance und Frühbarock

Simone Eckert (Hamburger Ratsmusik) – Gambe,
Katrin Krauß – Blockflöten,
Andrea Wiese – Orgel

9. MAA: Hamburger Ratsmusik zum Advent

Foto: Simone EckertAuch die 9. Musikalische Abendandacht am Freitag, 27. November, 18.00 Uhr, in der Wohltorfer Kirche verspricht eine besondere, stille und musikalisch innige Stunde zu werden.

Simone Eckert (Gambe) und Katrin Krauß (Blockflöten) von der renommierten „Hamburger Ratsmusik“ sind zu Gast und musizieren mit KMD Andrea Wiese an der Orgel Werke aus Renaissance und Frühbarock. Darunter Bearbeitungen zum Choral „Nun komm der Heiden Heiland“ von M. Praetorius und L. Osiander.

Mit 8 Jahren nach ihrem Berufswunsch gefragt, antwortete Simone Eckert mit “Gambistin“. Die Ermahnung, doch einen richtigen Beruf zu ergreifen, schlug sie in den Wind und lebt und arbeitet heute als freischaffende Musikerin.

Seit ihrem Studium und Diplom für Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis 1990 wirkt sie als Gambistin, als künstlerische Leiterin und Managerin ihres Ensembles Hamburger Ratsmusik, als Musikwissenschaftlerin, Herausgeberin von neu entdeckter Musik für Viola da gamba und Musikpädagogin in und um Hamburg und konzertiert auf den wichtigen Festivals in Deutschland, vielen Ländern Europas, den USA, Japan und China.

Sichern Sie sich Ihren Sitzplatz! Da der Einlass begrenzt ist, bitten wir Sie um Anmeldung im Kirchenbüro unter: 04104-2283 oder anmeldung@kirche-wohltorf.de

 


Sonntag, 08.11.2020: 1 nach lockdown: Barockorchester L´Arco spielt in Wohltorf (16:00 Uhr)

„Zur Recreation des Gemüthes“

Fällt wg. Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie aus.

Orchesterwerke des Barock von G. F. Händel, A. Caldara, G. Ph. Telemann u.a.

Eintritt frei, Spenden für die ausführenden Musiker erbeten.

1 nach lockdown: Barockorchester L´Arco spielt in Wohltorf

Foto: L´ ArcoNachdem die eigentlich für den 08.10.2020 geplante Aufführung von Haydn’s „Schöpfung“ Pandemie-bedingt abgesagt werden musste, gibt es an diesem Tag dennoch endlich wieder die Gelegenheit, ein Konzert in der Wohltorfer Kirche zu besuchen. In zwei Veranstaltungen um 16.00 und um 18.00 Uhr ist das Barockorchester L’Arco aus Hannover, das als Partner der Wohltorfer Kantorei die „Schöpfung“ aufgeführt hätte, mit einem instrumentalen Programm zu Gast in der Wohltorfer Kirche:

„Zur Recreation des Gemüths“ – mit diesen Worten beschrieb einst Johann Sebastian Bach die Wirkung und Aufgabe guter Musik. Heute würde man vielleicht sagen: „Erfrischung der Seele“. Und so hat sich das Barockorchester L’Arco vorgenommen, nach Monaten der Zwangspause den Liebhaberinnen und Liebhabern der Barockmusik die Gelegenheit zu geben, die Sprache dieser Musik wieder neu und im direkten, aber der Lage angemessenen Kontakt zu erleben. Gemeinsam wird damit ein Schritt auf dem Weg der Erneuerung nach der Krise unternommen.

Auf dem abwechslungsreichen Konzertprogramm steht Musik von Bachs Zeitgenossen, die mit all ihren „Affecten und Leydenschafften“ zum Publikum spricht. Es erklingen Werke von Georg Philipp Telemann, Gottfried Heinrich Stölzel und Georg Friedrich Händel. Dabei sind alle wichtigen Gattungen der damaligen Instrumentalmusik vertreten: Ouverture, Solokonzert und Concerto grosso. Als Ergänzung und gewissermaßen auch Rarität stehen noch zwei kurze Werke des Italieners Antonio Caldara auf dem Programm. Dieser italienische Komponist lebte von 1670 bis 1736 und wirkte in Rom sowie am kaiserlichen Hofe in Wien. Die Musikwelt blickt in diesem Jahr also nicht nur auf den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens, sondern ebenso auf den des genau 100 Jahre älteren Caldara! L’Arco – der Bogen: Dieser Name ist Programm für das 8-20 köpfige Ensemble um seinen Konzertmeister Christoph Heidemann. Schließlich ist es der Bogen, der die Streichinstrumente in allen ihren Schattierungen erklingen lässt, so dass sie in den verschiedensten “Affecten und Leydenschafften” zum Hörer sprechen. Diese Vielfalt des Ausdrucks in der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts unter einem musikalischen Gesamt-Bogen zum Klingen zu bringen, hat sich das Orchester zur Aufgabe gemacht.

Bereits 1992 gegründet durch Absolventen der Hochschule für Musik und Theater Hannover wurde der Name des Ensembles schon bald in der Fachwelt bekannt. Nicht zuletzt dazu beigetragen hat neben Auftritten bei Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den Göttinger Händelfestspielen oder den Dresdner Musikfestspielen auch die Zusammenarbeit mit dem Knabenchor Hannover, die durch mehrere CD- und DVD-Einspielungen dokumentiert ist. Konzertreisen führten das Orchester nach Dänemark, Mazedonien und Norwegen.

Da während der Corona-Auflagen nur eine begrenzte Zahl von Besuchern Einlass finden kann, wird das Programm am 8.10. in der Wohltorfer Kirche gleich zweimal aufgeführt: um 16 und um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, die erbetenen Spenden gehen vollständig an die dankenswerterweise ohne Honorar spielenden MusikerInnen. Als freischaffende Künstler sind sie von den nun schon so lange anhaltenden finanziellen Einbrüchen der Pandemie besonders betroffen.

Bitte erleichtern Sie uns die Planung und sichern Sie sich Ihren Sitzplatz durch eine Anmeldung im Kirchenbüro, 04104-2283, oder unter anmeldung@kirche-wohltorf.de  


Freitag, 02.10.2020: 8. musikalische Abendandacht

Christoph Heidemann – Violine
Maria Muth – Violine
Holger Philippsen – Violoncello
Andrea Wiese – Orgel

Kirchensonaten von W.A. Mozart, G.B. Pergolesi u.a.

Köstlichkeiten von Mozart

Am Freitag, den 02. 10. 2020 findet um 18 Uhr die 8. Musikalische Abendandacht in der Wohltorfer Kirche statt: Musik und ein liturgischer Rahmen aus Bibel-Lesungen und Gebeten. Entstanden als „Corona-Blüte“, bietet sie den Zuhörern so die Gelegenheit, zum Wochenabschluss in der stillen „Kirche im Grünen“ zur Ruhe zu kommen und exquisite Kammermusik zu genießen. An diesem Abend stehen Werke für zwei Violinen, Violoncello und Orgel auf dem Programm. Neben Sonaten von Telemann, Caldara und Pergolesi erklingen zwei der überaus reizvollen „Kirchensonaten“ von W. A. Mozart. Ihre Fröhlichkeit und Leichtigkeit ist betörend! Mozart schrieb die insgesamt 17 Sonaten zwischen 1772 und 1780 im Auftrag des Erzbischofs Colloredo, der ihn alsbald nach seinem Amtsantritt 1772 zum Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt hatte. Die Werke umfassen, entgegen des 4-sätzigen Standart-Typs der Kirchensonate, nur einen Satz und sind für unterschiedliche Besetzungen komponiert, teils Streicher und Orgel, teils mit Bläsern. In der Sonate KV 336, die auch in der 8. MAA (Musikalischen Abend-Andacht) erklingt, ist der Orgelpart solistisch geführt.

Es musizieren Christoph Heidemann und Maria Muth – Violinen, Holger Philippsen – Violoncello und Andrea Wiese – Orgel.

Um die Planung zu erleichtern und Ihnen einen der noch immer begrenzten Sitzplätze zu sichern, wird um Anmeldung gebeten:

Kirchenbüro, 04104-2283 oder unter anmeldung@kirche-wohltorf.de

 


Samstag, 12.09.2020: STOMP – WORKSHOP

 (bis ca. 18:00 Uhr mit Pausen)

Body Percussion – Vocal Percussion mit Stefan Weinzierl (Hamburg)

Kosten: 20,- € (Wohltorfer Chöre ermäßigt)
Anmeldung bei Andrea Wiese, Tel.: 04104-80881

Body Percussion – Vocal Percussion – STOMP

Kompakt-Workshop für die Heilig-Geist-Kirchengemeinde Wohltorf

Wenn in einer Band jeder seinen eigenen Beat spielt, entsteht Lärm statt Groove. Wenn ein Fußballteam seinen Rhythmus nicht findet, dann läuft es nicht rund. Wenn im Chor das Zusammenspiel nicht funktioniert, dann herrscht Chaos. Der klassische Schlagzeuger und Musikpädagoge Stefan Weinzierl legt in seinem Workshop den Fokus darauf, die Zusammenhänge zwischen Rhythmus, Stimme und Körper erlebbar zu machen. Die Workshop-Gruppe modelliert „ihren eigenen“ Rhythmus (Beat), findet ihre eigene Instrumente und entwickelt ihr eigenes Stück, das im Gottesdienst zur Aufführung gebracht wird. Teilnehmen kann jeder: egal ob passionierter Musiker, begeisterte Chorsängerin oder musikalischer Anfänger. Das Trommeln auf dem eigenen Körper, mit der eigenen Stimme, auf Alltagsgegenständen und auf Trommeln jeglicher Art bringt Spaß für Menschen jeden Alters.

Stefan Weinzierl studierte Klassisches Schlagzeug sowie Musikpädagogik und bewegt sich gerne an der Schnittstelle zwischen ausübender Kunst und Musikpädagogik. Sein Herz schlägt sowohl für Solokonzerte, als auch für Projekte mit anderen Künstlern. So arbeitet er u.a. mit Ulrike Folkerts, Rolf Becker und Dominic Raacke zusammen und entwickelt Bühnenprojekte, die er stets als energiegeladene Live-Erlebnisse inszeniert. Mit dem einzigartigen Klangspektrum seiner facettenreichen Schlaginstrumente lässt er Hörwelten entstehen, die regelmäßig das Interesse zahlreicher nationaler und internationaler Musikfestivals und Konzertreihen wecken. So folgte er u.a. Einladungen des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der Elbphilharmonie Konzerte, der San Francisco Symphony, des Festival musica Strasbourg, des enter 4th festival Prag, der NIME Oslo und der Erfurter Herbstlese. Am Tag der Deutschen Einheit 2019 spielte er als Marimba-Solist im ARD Fernsehgottesdienst. Seit 2015 gestaltet er mit „Dockside Drums“ seine eigene Konzertreihe in der Hamburger Hafencity.

Als gefragter Dozent arbeitete er unter anderem für die Elbphilharmonie, den katholischen Schulverband Hamburg, für die Philharmonie Luxembourg, für das Niedersächsische Kultusministerium und die Kulturbehörde Hamburg. Er gibt Workshops sowohl in Kultureinrichtungen als auch in zahlreichen Unternehmen in ganz Deutschland. Für seine musikpädagogische Arbeit erhielt er im März 2015 den Rotary-Förderpreis der Otto-Stöterau-Stiftung.

Der Workshop schließt mit einem Percussion-Gottesdienst am So., 13.9.2020 um 10 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Kirchberg, 21521 Wohltorf ab.

Kosten: 20 € (Mitglieder Wohltorfer Chöre ermäßigt).
Info und Anmeldung: KMD Andrea Wiese, Tel.: 04104-80881

 


Kammerton W Teil 5

Ein Ausflug ins Populäre von Thomas Faßnacht

Foto: GospelchorSeit 2018 wird GOSPEL in Wohltorf wieder groß geschrieben. Schon bei meinem Bewerbungs-Workshop durfte ich erfahren, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Wohltorf sind – und gesegnet mit wunderbaren Stimmen! Zum Gospel gehört aber noch mehr. Unsere Schritte, unser In-die-Händeklatschen und unsere Bewegungen sind einfach, aber effektiv. Wir müssen keine Notenmappen halten, was beim Klatschen sehr hilfreich ist ;-). Seitdem haben wir schon einige Auftritte gerockt. Besonders unser „Weihnachtsgospel“ am 4. Advent ist schon fast Tradition. Wer bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen. Außer der Lust am Singen und am Erlernen der Texte, stellen wir keine Bedingungen. Ein paar „O-Töne“ aus unserem Chor:

„Das Singen im Chor bringt mir viel Freude, weil ich Teil einer Gemeinschaft sein darf, die ein harmonisch klingendes Miteinander zum Ziel hat. Ich habe festgestellt, dass mich ein Chorabend glücklich macht und mich von negativen Gefühlen befreit.“ (Susanne)

„Ich kenne einen Spruch: Ein guter Gesang wischt den Staub von den Herzen.“ (Jenna)

„Schön, dass die Proben wieder losgehen – auch gerne im Freien – mit Abstand ;-)“ (Verena)

„Gospel Musik ist fröhliche und sehr harmonische Musik, die den Kopf frei und gute Laune macht. Gemeinsames Singen beschwingt einfach! Außerdem finde ich es im Wohldorfer Gospelchor wirklich schön, dass hier so viele verschiedene Menschen verschiedener Generationen aus der Nachbarschaft zusammen kommen, die man sonst nicht kennen lernen würde.“ (Monique)

Die nächsten Proben sind weiterhin im Freien. Zuletzt hatten wir angenehm laue Sommerabende und eine tolle Stimmung. Wir proben jeweils am 2. und 4. Mittwoch des Monats um 19:30 Uhr. Der erste Termin ist Mittwoch der 26.8., es folgen der 9.9. und 23.9. Am Sonntag, 20.9., um ca. 11 Uhr ist vor der Kirche ein Gesangsbeitrag des Gospelchores zum Percussions-Workshop geplant.

Wer also mal zu einer Schnupperprobe kommen will, ist herzlich eingeladen. Je früher, um so besser. Dann könnte – je nach Stand der Dinge – ja auch schon das nächste Weihnachtsgospel einen Hirten / eine Hirtin mehr an der Krippe haben…

Kontakt: Thomas Faßnacht, Chorleiter.
Mail: thomas.fassnacht@hotmail.de, Tel.: 040-767 545 93

Foto©  Thomas Faßnacht


Kammerton W Teil 5

Ein Ausflug ins Populäre von Thomas Faßnacht

Foto: GospelchorSeit 2018 wird GOSPEL in Wohltorf wieder groß geschrieben. Schon bei meinem Bewerbungs-Workshop durfte ich erfahren, wie herzlich und hilfsbereit die Menschen in Wohltorf sind – und gesegnet mit wunderbaren Stimmen! Zum Gospel gehört aber noch mehr. Unsere Schritte, unser In-die-Händeklatschen und unsere Bewegungen sind einfach, aber effektiv. Wir müssen keine Notenmappen halten, was beim Klatschen sehr hilfreich ist ;-). Seitdem haben wir schon einige Auftritte gerockt. Besonders unser „Weihnachtsgospel“ am 4. Advent ist schon fast Tradition. Wer bei uns mitmachen will, ist herzlich willkommen. Außer der Lust am Singen und am Erlernen der Texte, stellen wir keine Bedingungen. Ein paar „O-Töne“ aus unserem Chor:

„Das Singen im Chor bringt mir viel Freude, weil ich Teil einer Gemeinschaft sein darf, die ein harmonisch klingendes Miteinander zum Ziel hat. Ich habe festgestellt, dass mich ein Chorabend glücklich macht und mich von negativen Gefühlen befreit.“ (Susanne)

„Ich kenne einen Spruch: Ein guter Gesang wischt den Staub von den Herzen.“ (Jenna)

„Schön, dass die Proben wieder losgehen – auch gerne im Freien – mit Abstand ;-)“ (Verena)

„Gospel Musik ist fröhliche und sehr harmonische Musik, die den Kopf frei und gute Laune macht. Gemeinsames Singen beschwingt einfach! Außerdem finde ich es im Wohldorfer Gospelchor wirklich schön, dass hier so viele verschiedene Menschen verschiedener Generationen aus der Nachbarschaft zusammen kommen, die man sonst nicht kennen lernen würde.“ (Monique)

Die nächsten Proben sind weiterhin im Freien. Zuletzt hatten wir angenehm laue Sommerabende und eine tolle Stimmung. Wir proben jeweils am 2. und 4. Mittwoch des Monats um 19:30 Uhr. Der erste Termin ist Mittwoch der 26.8., es folgen der 9.9. und 23.9. Am Sonntag, 20.9., um ca. 11 Uhr ist vor der Kirche ein Gesangsbeitrag des Gospelchores zum Percussions-Workshop geplant.

Wer also mal zu einer Schnupperprobe kommen will, ist herzlich eingeladen. Je früher, um so besser. Dann könnte – je nach Stand der Dinge – ja auch schon das nächste Weihnachtsgospel einen Hirten / eine Hirtin mehr an der Krippe haben…

Kontakt: Thomas Faßnacht, Chorleiter.
Mail: thomas.fassnacht@hotmail.de, Tel.: 040-767 545 93

Foto©  Thomas Faßnacht


Kammerton W Teil 4

Die „Jugendkantorei“

Die Jugendkantorei ist donnerstags meine letzte Probe. Aber wie heißt es schon in der Bibel: „Die Letzten werden die Ersten sein“. Oder, etwas profaner: „Das Beste kommt immer zum Schluss“. In diesem Fall trifft das ganz eindeutig zu! Ob es an der langen Verbundenheit der Jugendlichen untereinander und zu mir liegt? Schließlich singen die meisten schon fast oder über zehn Jahre hier in Wohltorf zusammen. Also aus jugendlicher Perspektive eigentlich „schon immer“. Nele (17): „Ich habe mit vier Jahren angefangen, im Chor zu singen. Das sind jetzt fast vierzehn Jahre.“ Aber auch „Quereinsteiger“ wie Antonia (13) werden „sehr freundlich aufgenommen“ und sind nach kurzer Zeit in die Gruppe integriert. Jedenfalls staune ich immer wieder aufs Neue, mit welcher Selbstverständlichkeit die Jugendlichen auch die schwersten Stücke „wegputzen“. Wenn ich dies Staunen zuweilen enthusiastisch äußere, sehen mich die Jukas fast ein bisschen vorwurfsvoll an: Ist doch normal… Aber Lob freut einen ja doch. Auch mich, als ein von mir geschätzter Kollege einen Probenmitschnitt eines Jukakonzertes per Whatsapp versandte und kommentiere: „Die sind wirklich gut“.

 

Um 19 Uhr treffen die Mädchen und Jungs, z.T. direkt nach zwei Stunden Konfi-Unterricht, bei mir im Probenraum in der Kirche ein. Die Frage, wer „oben“ sitzen darf, stellt sich schon lange nicht mehr. Ohnehin hat inzwischen jeder seinen Stammplatz. Der Übergang vom Schnacken zum konzentrierten Proben fällt nicht schwer. Dafür sind wir ja hier. Singen, singen, singen. Witze werden natürlich gemacht, Würze des Lebens. Aber sie laufen nicht aus dem Ruder, alles ganz entspannt. Frerik (17) erinnert sich: „Ich fand es dort immer mit den ganzen Leuten witzig. Tolle Gemeinschaft. Frau Wiese gehörte da immer zur Gruppe dazu und war nicht nur ein Lehrer.“

 

Was wir so singen? Zum Beispiel www.worldwide.weihnachten – mehrstimmige internationale Weihnachtslieder, mit denen wir auch schon mal in den Michel nach Hamburg gebeten werden. Koreanisch? Warum nicht? Ganz alt? Ganz modern? Immer her damit! Und regelmäßig auch die große Literatur der Kirchenmusik: Die Oratorien von Haydn, Bernstein, Bach, viel Bach! Quer durch die Jahrhunderte, gemeinsam mit der Kantorei. Auch das ist musikalische Bildung, generationsverbindend und zugleich ein fürs Leben erworbenes Gut. Emily (17) ist seit 12 Jahren beim Chor…  „weil das Miteinander etwas ganz Besonderes ist. Egal, wie unterschiedlich die Menschen sind, egal ob jung oder alt, beim Chor verbindet uns alle die Leidenschaft zum Singen. Mit dem Chor verbinde ich auch Freundschaften. Man lernt immer neue Leute kennen und kann sich über gleiche Interessen austauschen.“ Die Freude, Teil eines Ganzen zu sein, spricht auch aus den Worten von Anna (19): „Ich kann mich genau erinnern, wie wahnsinnig toll ich es fand, als unsere erprobten Stimmen zusammengesetzt wurden und zu einem wunderschönen Stück wurden. Ich hatte das Gefühl, Teil von etwas unglaublich Tollem zu sein.“

 

Die Erinnerungen an die Zeit in der Kinder- und Jugendkantorei tragen manche Früchte. Sicher werden die meisten noch oder irgendwann wieder in einem Chor singen, wenn sie längst aus Wohltorf weggezogen sind. Eine Mutter berichtet: „Ich habe nun drei Kinder bei Andrea Wiese im Chor gehabt. Unser Jüngster ist noch aktiv. Die Älteren sind bereits nicht mehr zu Hause und das größte Problem, aus Hamburg wegzugehen, war nicht die fehlende Familie, sondern, dass sie nicht mehr zum Chor gehen können.“ Einige machen sogar die Musik, oder auch die Theologie, zu ihrem Beruf. Für das erste September-Wochenende hatte ich die älteren Jahrgänge der ehemaligen Juka-Sänger zu einem großen Treffen eingeladen. Zum „in-Erinnerungen-Schwelgen“ und zum Berichten, wohin die Wege geführt haben und, natürlich, zum Singen im großen Chor aus Aktiven und Ehemaligen. So war der Plan… und dann kam Corona…

 

Neulich im Radio hörte ich, der Donnerstagabend sei „das kleine Wochenende“, ein Moment der Entspannung in Aussicht auf das bald eintreffende Wochenende. So fühlt es sich auch bei und nach der Juka-Probe an. Wer jetzt noch dabei ist, liebt es zu singen. So wie Marten (13): „Man lernt dort viel über Musik, Singen bringt einfach Spaß und ich liebe die Auftritte!“ Louisa (13): „Singen ist meine Leidenschaft! Im Chor erlebe ich Gemeinschaft und Zusammenhalt.“ Und Emma (14): „Der Chor ist für mich etwas ganz Besonderes, wo ich meine ganze Wut, Trauer oder Freude, die sich über den Tag gesammelt hat, heraussingen kann.“

 

Auch das trägt die Proben. Das verbindet uns. Fröhlich trällernd, manchmal auch schmetternd, verlassen alle den Probenraum in der Wohltorfer Kirche. Bis zur nächsten Woche…!

Foto©  WohltorferKirchenmusik


Gemeindepraktikant Arne Hansen

 

Liebe Wohltorferinnen, liebe Wohltorfer,

meine Vorstellung von Wohltorf und der Heilig-Geist-Kirchengemeinde beschränkt sich zur jetzigen Zeit auf eine kleine Google-Recherche und ein nettes Gespräch mit Pastor Enzenauer. Ich habe von dem Tonteich, dem Kirchberg, der Kirchenmusik, dem Bauwagen und den aktuellen Gottesdiensten unter Corona-Bedingungen gehört. Natürlich ist mein Bild von Wohltorf noch sehr lückenhaft, aber es macht neugierig und Lust auf mehr!

Ich bin Arne Hansen und studiere im 6. Semester Evangelische Theologie an der Universität Kiel. Zu dem Theologiestudium gehört ein vierwöchiges Gemeindepraktikum, das ich glücklicherweise im September in Ihrer Gemeinde absolvieren darf. Für mich ist es besonders spannend, nach der vielen Theorie in Vorlesungen und Seminaren endlich Teil der Praxis zu werden: Über Predigt, Kinder- und Jugendarbeit, Seelsorge, Gottesdienste, usw. zu lesen, ist sicherlich nochmal was anderes, als es durchzuführen.

Neben dem Studium bin ich gerne auf Reisen, lese und mache Sport. Ich entdecke neue Orte am liebsten in meinen Laufschuhen oder mit dem Fahrrad und hoffe, so auch ein gutes Bild von Wohltorf und Umgebung zu bekommen.

Ich freue mich auf die Zeit in Ihrer Gemeinde.

Herzliche Grüße aus Kiel,

Arne Hansen

 

 


Kammerton W Teil 3

Die „Kurrende“

Die Zeit geht ins Land, die Kinder werden älter. Es ist schön für mich, sie dabei als ihre Chorleiterin zu begleiten. Mit dem Wechsel in die weiterführenden Schulen endet auch ihre Zeit in der „Kinderkantorei“: Aufstieg in die „Kurrende“… komischer Name…egal… neuer Chorpulli, grau statt rot.

In der „Kurrende“ singen die Jugendlichen der 5. und 6. Klassen. Den Begriff gibt es seit der Reformationszeit, in der protestantische Schulchöre von Haus zu Haus zogen (lat. currere = umherlaufen), dort ein Ständchen gaben und so den Lebensunterhalt für begabte, aber finanziell arme Schüler ersangen. In meiner Heimat Celle gibt es eine ähnliche Tradition, allerdings mit meist zweifelhaftem Hörgenuss für die Beschäftigten der Geschäfte in der Innenstadt, die die Darbietung der umher laufenden Kindergruppen mit Süßigkeiten entlohnen: Das „Mattenherrn-Singen“ am 10. November. Im Kern geht auch diese Form des „Martinssingens“ auf Martin Luther zurück, der selbst ein Kurrendesänger war! So kann man auf der einschlägigen Internetseite dies Luther-Zitat nachlesen:

„Verzagt nicht, ihr guten Gesellen, da ihr jetzt in die Kurrende geht; manchen unter euch ist ein Glück beschert, daran ihr jetzt nicht gedenket, allein seid fromm und fleißig“.

Das dürfte den Wohltorfer Jugendlichen heutzutage recht fremd vorkommen. Schon eher unterschreiben würden sie vermutlich die sachliche lexikalische Definition: „Freiwilliger Jugendchor der evangelischen Kirche“.  

Lässig schlendern die Jungen und Mädchen der Kurrende in den Probenraum. Donnerstags am frühen Abend, ich habe dann schon 2-3 Chorproben hinter mir. Auch die Jugendlichen sind etwas müde. Ein anstrengender Schultag, Sport, Hausaufgaben… all das liegt hinter ihnen, manchmal auch noch vor ihnen. Da fällt der „Chorsängersitz“, den ich von allen beim Einsingen fordere, schon schwer. Also gut, los geht’s… und siehe da: Nach einiger Zeit weicht die Müdigkeit bei Chor und Chorleiterin. Das Singen erfrischt, die Gemeinschaft mit gleichgesinnten Freuden tut gut.

Überhaupt: Freunde sind gerade in der Kurrende wichtig, vielleicht sogar das Wichtigste an allem. Das Team zählt, gemeinsam ist man stark. Joshua (11): „Ich finde es toll, gemeinsam zu singen, es macht Spaß und hinterher habe ich immer gute Laune. Wir hatten unsere Chorproben, während wir in der Kinderkantorei waren, als Jungsgruppe zusammen mit meinen Freunden. Wir haben Frau Wiese bestimmt viel Spaß gemacht :)“. Musikalisch wächst die Qualität, und mein Anspruch an dieselbe. Vielleicht zuweilen stärker als der der Jugendlichen. War das Motto in der Kika noch „Nie überfordern“, heißt es jetzt „Nie unterfordern“. Denn letztlich möchte doch (fast) jeder vorankommen, besser werden, Ziele erreichen. Und das machen wir in der Kurrende. Fragt man die Jugendlichen nach besonderen Chorerlebnissen, werden oft die groß besetzten und ausgiebig vorbereiteten Konzerte genannt. Camilla (12) erinnert sich noch gerne an ihren ersten Auftritt beim Grundschulprojekt „Singen! Klasse!“.  Gemeinsam mit 120 Kindern sang sie auf dem siebenreihigen Chorpodest der Kantorei in unserer Kirche. Auch Juliane (13) kam durch dies Konzert zum Chor: „Die Aufführung hat so viel Spaß gemacht, dass ich unbedingt auch in den Chor wollte.“ Erfolg, auch auswärts, spornt an. Justus (11): „Wir haben schon im Ratzeburger Dom gesungen!“; Dorothee (12) hat der Weihnachtsauftritt im vollbesetzten Hamburger Michel besonders beeindruckt.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht neben der Stimmbildung das Ziel „Mehrstimmigkeit“. Und natürlich die saubere Intonation, das genaueste Treffen der Töne. Bei den meisten ist das durch in dem Alter schon jahrelange Singen bereits in Fleisch und Blut (oder auch Lunge und Lippen) übergegangen.

Begeisterungsstürme sind in dem Alter, in dem die Kurrende-Jugendlichen sind, eher selten. Musicals, ja, die sind schon ok… Da wird auch das eine oder andere anstrengende Konzert in Kauf genommen, für das man so gar nicht angesagte Musik oft und intensiv proben muss. Dass diese Musik (das letzte Konzertprogramm bestand u.a. aus dreistimmigen Mendelssohn-Motetten) dann, jedenfalls für die Jugendlichen selber und insgeheim, doch zumindest etwas angesagter wird, freut mich besonders. Schöne Melodien gibt es eben in jeder Musikrichtung. Popmusik, der Soundtrack von Harry Potter und beim Chor Bach und Telemann – na klar, warum nicht? Das Leben ist bunt, Musik allemal.

Im Alltag der Kurrende-Jugendlichen spielt jetzt die Schule eine immer größere Rolle. Kann ich wirklich auf Chorfreizeit mitfahren? Oder liegen in der nächsten Woche wichtige Tests? Ein Referat steht an? Da muss Chor für mich heute leider ausfallen. – Umso größer ist meine Dankbarkeit für jedes Kurrende-Mitglied, das trotz dichtem Terminkalender weiter dabei bleibt, dran bleibt. Ein Schatz fürs Leben ist ihm sicher.

Foto©  WohltorferKirchenmusik


Montag, 01.06.2020: Gospel – Projekt

Gospel – Projekt im Gottesdienst
mit dem Motto
„Father, Son and Holy Spirit“
Das Gospelprojekt muß abgesagt werden

Aus Gründen des Versammlungsverbot wegen der Coronakrise muß das gesamte Projekt abgesagt werden.

Im Juni (14.6.2020) wird in der Heilig-Geist-Kirche, Wohltorf ein Gospel-Projekt-Gottesdienst unter dem musikalischen Motto „Father, Son and Holy Spirit“ gefeiert. Mit dabei sind der Gospelchor Wohltorf und Projektsängern unter der Leitung von Thomas Faßnacht. Die Projektproben starten Ende April (wenn die allgemeine Gesundheitslage es zulässt) und finden statt mittwochs am 29.4./13.5./27.5. und 10.6. jeweils 19.30-21.30 Uhr im Gemeindesaal auf dem Kirchberg.
Weitere Infos bei Thomas Faßnacht (Tel.: 040 767 54593)
Komme einfach, wer Spaß am Singen hat!
Foto © Thomas Fassnacht


Kontak-Tee

Liebe Kontak-Tee-Freunde!
Im März 2020 fand unser letztes Kontak-Tee-Treffen statt. Wir begrüßten uns damals schon sehr verhalten und vorsichtig, ohne Händedruck und schon gar nicht mit Umarmungen. Wir ahnten nicht, wie schwer noch alles kommen sollte.
Nun haben wir notgedrungen eine so lange Pause, und zur Zeit ist mit den vielen Schutzmaßnahmen noch kein Ende abzusehen. Uns fehlen die fröhlichen Stunden miteinander. Der ganze Kirchberg ist fast zur „Ruhezone“ geworden. Bald wird es sich schrittweise normalisieren, doch wir werden die Sommerpause einhalten und danach – hoff entlich unbeschwert – unsere Treffen haben.
Wir freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen nach den Ferien und grüßen Euch mit einem Segensspruch, so wie wir es abschließend bei unseren Treffen auch tun.

„Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen
und der Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten“.

Ihre/Eure Gisela Kriese und Brunhilde Schreblowski


Kammerton W Teil 2

Die „Kinderkantorei“

Wenn die Zwika-Kinder (Wohltorfer Chorkinder im Alter von 4-6 Jahren, vorgestellt in der Mai-Ausgabe) in die Schule kommen, beginnt auch im Chorleben ein neuer Abschnitt: Sie steigen in die Kinderkantorei auf, die „Kika“. Damit erhalten sie zwei Insignien: den roten Chorpulli, und – allerdings erst als 2. Klässler – die eigene Chormappe, die bei Auftritten in Gottesdienst und Konzerten mit Noten befüllt wird und in die, was noch viel wichtiger ist, nach dem Auftritt als Trophäe ein Sticker geklebt wird. Jedem Auftritt ist ein anderer Sticker zugeordnet, so kann man hinterher vergleichen, wer welchen hat oder eben nicht hat und wer die meisten einheimsen konnte.

Da die meisten Kika-Kinder nun mit zunehmendem Alter auch alleine zum Chor kommen und manchmal auch etwas früher eintreffen, hat sich schon seit Beginn meiner Amtszeit hier in Wohltorf eine schöne Gepflogenheit ergeben: Auf den Tischen im Probenraum stehen immer eine große Kiste mit Stiften und Papier bereit, so dass viele Kinder sich gerne die Wartezeit damit vertreiben, ein Bild zu malen. Besonders schöne Exemplare werden an die riesige Pinnwand im Probenraum gehängt, die inzwischen voll von Chorkinder-Bildern der letzten Jahre ist. Ursprünglich war sie von Pastor Zschau angebracht worden, um ein dahinter liegendes Wandgemälde aus Pietät nicht übermalen, es aber andererseits auch nicht ansehen zu müssen. Nun zeugt sie, bilderbestückt, von der Kreativität der Kinder und lädt zuhörende Eltern und müde Chorkinder zum Träumen ein. Auch praktische Fragen tauchen zuweilen auf: „Wer hat die alle gemalt?“ oder „Wie kommst du da oben dran?“. Bei einer Raum- und Pinnwandhöhe von über 3 m keine unberechtigte Frage. „Wusstest Du nicht, dass ich fliegen kann?“ – Je jünger die Kinder, umso länger dauert der kurze Moment des Überlegens, ob das vielleicht stimmen könnte. Ein lächelnder Blick in die Augen klärt alles auf.

Zu Beginn jeder Kika-Probe müssen unbedingt folgende Fragen geklärt werden: Wer darf a) die Solostrophen des Eingangsliedes singen und b) mindestens ebenso wichtig: Wer darf welches „Push-Dur“ verteilen? Die Mutter von Larina (7) schreibt dazu: „Wenn ich Larina und ihre Freundin Josephine abhole, singen beide meistens noch die ganze Rückfahrt zusammen. Dabei riecht es dann im Auto nach Pullmoll. Es ist ein wichtiges Ritual für sie, am Ende der Chorstunde ein Bonbon aussuchen zu dürfen.“

Der Probenablauf entspricht dem der Zwika. Natürlich mit umfangreicheren Einsingübungen, und anderen Liedern und Spielen. Gemäßigte Beifallsstürme, sei es drum, erringen die Einheiten eines von mir zusammengestellten Notenkurses, in dem die Kinder in verschiedenen Lektionen Notenschrift und Vom-Blatt-Singen erlernen. Spätestens als Erwachsener, der dann Noten absingen kann wie andere Leute aus der Zeitung vorlesen, erkennt man den Nutzen solchen Unterrichts.
Besonders für mich als Chorleiterin ist immer der Moment, wenn eine Gruppe zum ersten Mal zweistimmig, später dann sogar drei- , ausbaubar bis zu achtstimmig im Kanon singen kann! Stimme halten will gelernt sein.

Viele unterschiedliche Kinder singen zusammen, mit über fünfzig Grundschulkindern ist die Kika eine große Gemeinschaft. Julius (8) ist besonders sportlich: „Mein Lieblingslied ist „Laudato si“, weil man es schön schnell singen kann. (…) Ganz viele aus meiner Klasse singen mit mir im Chor. Meine Schwester, Cousins und Cousinen haben auch schon im Wohltorfer Chor gesungen. Das gehört einfach in Wohltorf dazu.“

Manchmal geht die Kika auch auf Reisen: dann kommen Kuscheltier und Federmappe in den Koffer, die Begleiteltern verstauen Koffer und Kinder in ihre Autos und los geht’s… meist Richtung Küste. Auf dem Programm dieser Wochenendfreizeiten stehen natürlich ganz viel Singen, aber auch gemeinsam gestaltete Freizeit, sportlich oder kreativ, manchmal auch nur chillig, und vor allem und immer: der Türschildwettbewerb. Damit jeder sieht, wer in welchem Zimmer wohnt und wie die so ticken. Da entstehen tolle Bilder und die Jury steht verzweifelt vor der Frage: Wie sollen wir das überhaupt bewerten?! Trotz zuweilen enttäuschter Gesichter bei der Preisverleihung ist auch den Kindern klar, dass Geschmäcker verschieden und nicht nur beliebte und prämierte Bilder gute Bilder sind. Dass jedes Bild seinen speziellen Reiz, seine Unverkennbarkeit hat. Gut zu wissen.

Die Chorfahrten werden, wenn überhaupt, nur von den ersten szenischen Aufführungen getoppt. Myria (10) mochte z.B. besonders die Proben und Aufführungen des „Wohltorf!-Musicals“. Verkleiden ist einfach klasse! Und erste kleine Solorollen sind aufregend! Manches Kind entdeckt dabei seine Leidenschaft fürs Schauspiel… und kann die dann später in den großen Musical-Projekten der Wohltorfer Kurrende ausleben. „Kurrende“ – was ist das? Davon mehr in der nächsten Ausgabe des „Sachsenwalders“.

Foto©  WohltorferKirchenmusik


Kammerton W Teil 1

Die „Zwitscherkantorei“

 
Wichtel-Tanz beim Seniorennachmittag

Gehe ich dienstags kurz nach vier von meiner Wohnung Richtung Kirche, warten dort meist schon etliche Kinder mit Ihren Müttern, Vätern oder Kindermädchen. Einige stehen verträumt an Mamas Seite, andere laufen mir freudig entgegen, und oft tönt es auch über meinem Kopf: „Hallo! Frau Wiiiiiiese!“ Das sind dann die Kinder im Kletterbaum, der auf dem Kirchenvorplatz schräg gegenüber der Kircheneingangstür steht.

Die „Zwitscherkantorei“ (Zwika) mit zur Zeit 22 Kindergartenkindern von 4-6 Jahren ist in meiner Chorwoche die erste Gruppe. Was für ein beglückender Beginn! Nach unserer Begrüßung mit dem bei uns schon seit vielen Jahren üblichen „Chorgruß“ (Ellbogen an Ellbogen) geht es dann gemeinsam nach oben in die Kirche, in unseren Probenraum mit dem Chorpodest, auf dem auch die Kinder in der zweiten Reihe gut sehen (und von mir gesehen werden!). Alte Gemäuer – junges Leben! Damit alle gut sitzen können, habe ich vorher die XS-Stühle aufgebaut, im Kreis um das Klavier. Die „Maxis“ dürfen auch schon mal „oben“ sitzen, d.h. in der zweiten Reihe. Das scheint der Traum eines jeden Chorkindes zu sein: Oben sitzen! Darf nicht jeder… nur die Älteren der jeweiligen Gruppe.

Nun sitzen also alle, erwartungsvoll. Erstaunlich ruhig. Fast so, als würden sie die Ruhe auch ein wenig genießen. Los geht’s – jetzt fängt die Probe an! Ein bisschen Einsingen mit den „Bienen“ (Insider wissen, dass besonders die Wohltorfer „Mickeymouse-Biene“ sehr beliebt ist). Sollte ich eine Biene vergessen, wird sofort protestiert. Dann die „Fu-Bienen-Kette“ – wer traut sich schon alleine? Und natürlich: Das „echte“ Fufufu, eine Tonfolge, die die Kinder bis zum Ende Ihrer sängerischen Karriere in Wohltorf, im Idealfall dann in der Jugendkantorei singend, begleiten wird. Fufufu ist klasse, geht immer und hilft, die Stimmbänder in Schwung zu bringen.

Der (Kirchen-)Jahreszeit folgend, werden dann verschiedene, altersgerechte Lieder gesungen, die die Kinder – je nach Bekanntheitsgrad – lautstark mitsingen oder auch nur lauschend zur Kenntnis nehmen. Gut so: Zuhören ist wichtig! Manchmal erzählt dann ein Kind auch ganz spontan, was es gerade erlebt hat. Ein neues Haustier, ein Ausflug mit der Kita oder auch die Krankheit des Großvaters…

Wie „in der Schule“ melden sich die Kinder mitWünschen zu Wort: „Können wir wieder Tiere-Raten machen?“. Oder wahlweise auch andere Spiele wie den „gierigen Notenfresser“. Spiele, die die Grundlagen der musikalischen Bildung legen: Erste Rhythmus-Übungen, Hörübungen, Singübungen. Aber eben alles spielerisch.

Hoch im Kurs steht hier z.B. „Der Bäcker“ – ein Spiel-Lied, in dem nacheinander verschiedene Tiere (Ente, Schäfchen, Hündchen…)
Brötchen beim Bäcker einkaufen und sie im gefüllten Körbchen (Körbchen echt, Füllung imaginär) „glücklich heimtragen“. „Wer möchte heute der Bäcker sein?“ Viele melden sich, ein heißer Wettkampf entbrennt. Der starke Wille, der da aus manchen Kinderaugen funkelt, ist beeindruckend, jedes Mal wieder.

 
Zwika-Engel und Papa bei der Weihnachtsreise 2019

Zum Schluss geht es auf die Orgelempore. Im Winter ist es dann ganz dunkel in der Kirche. Wir machen auch zunächst keine Beleuchtung an, der Weg in den Stuhlkreis rund um den Orgelspieltisch ist bekannt. Die Probenruhe ist nun allerdings erstmal hinüber. Man merkt es: Singen ist eben belebend! Munteres Geplapper, das erst mit meinem ernsten „Ruhe bitte“ abebbt. Früher oder später… Klick, klick: Orgellicht und -motor werden angestellt, ich lese eine Geschichte aus der Kinderbibel, es gibt noch ein sehr kleines rundes Bonbon (von den älteren Chorkindern manchmal auch „Push-Dur“ genannt), Verabschiedung wieder mit Chorgruß. Die Eltern warten schon auf Ihre Sprösslinge, weg sind sie.

Warum die Zwika-Kinder gern zum Chor gehen?

Lara (5) ist zum Beispiel eine leidenschaftliche Sängerin. Sie kommt wegen der schönen Lieder zum Chor und „weil man das Singen noch besser lernen kann. (…) Besonders hat mir das Singen zu Weihnachten in der Kirche gefallen“. August (5), meint: „Mir gefällt besonders, dass wir immer an der Orgel singen und dass Frau Wiese uns auch Geschichten vorliest. Und wenn sie uns etwas vorsingt. Sie hat so eine schöne Stimme und kann soooo schön Klavier spielen“. Fedor (5), ganz pragmatisch: „Ich mag alle Lieder, die wir singen, da wird man immer so fröhlich. Aber besonders gefallen mir der Kletterbaum vor der Kirche und die Bonbons, die wir manchmal bekommen. Außerdem kann man in der Kirche toll Verstecken spielen!“. Mathilda (5), die seit Oktober im Chor singt, findet das „Bäckerlied“ besonders schön und „wenn wir im Kreis um die Orgel sitzen und Frau Wiese uns die Geschichte von Jakob vorliest – und das Bonbon am Ende“. Ein eindrucksvolles und vergnügliches Erlebnis war für sie auch die „Wohltorfer Weihnachtsreise“ – der Auftritt im Engelchor mit den durch die Zwika neu gewonnenen Freundinnen und dem Papa.

Die meisten Kinder kommen über Freunde zum Chor. Oder weil ihre älteren Geschwister auch schon dabei sind. Neben Kindergarten und Sportclub ist auch der Chor ein guter Ort, um Kontakte zu knüpfen, neue Freunde zu finden. Eine Mutter berichtet: „Schon bald nachdem wir in den Sachsenwald gezogen waren, hörten wir von diversen Seiten über Frau Wiese und ihre Kinderchöre in der Wohltorfer Kirche. Sobald unser Sohn das entsprechende Alter erreicht hatte, meldeten wir ihn zum ersten Probesingen der Zwitscherkantorei an. Mutter und Sohn waren sofort angetan von der munteren Singrunde im liebevoll gestalteten Kirchenraum im 1. Stock. Viele bekannte Gesichter aus dem Kindergarten und die obligatorische Pullmoll-Runde („Push- Dur“) am Ende überzeugten meinen Sohn Henning sofort. Das herzliche und strahlende Engagement von Frau Wiese, der „Chor-Mutter“, ihre sehr kindgerechte Art, kombiniert mit der notwendigen Disziplin, die bunte Kinderschar (von schüchtern bis vorlaut alles dabei), die sich auf ihren Stühlchen im Kreis um das Klavier scharten und den Anweisungen von Frau Wiese meist folgten, waren immer wieder eine Wonne! Nach jeder Probe, der ich anfangs noch in der letzten Reihe lauschen durfte, kam ich selbst ganz beseelt aus dem Probenraum. So war es gesetzt, dass unsere Tochter, dem Bruder folgend, natürlich auch mitsingen wollte. Leider wurde ich in diesem Falle von der Tochter nach der ersten Probe bereits aus dem Probenraum geschmissen.“

… vielleicht bekommt ja tatsächlich die eine oder andere Mutter oder dieser oder jene Vater auf diese Weise Lust, selber im Chor zu singen. Gelegenheit dazu gibt es in Wohltorf für jede Altersgruppe. Heute haben Sie den Chor für die jüngsten Sprösslinge etwas näher kennengelernt. Das wäre auch etwas für Ihr Kind? Melden Sie sich gerne bei mir:
KMD Andrea Wiese, Tel. 04104-80881,
kantorei.wohltorf@gmx.de

Zwika-Mäuse bei einer Probe in der Grundschule Wohltorf

Fotos©  WohltorferKirchenmusik


Sonntag, 22.03.2020: Lätare

Prädikant Hermann Richter
mit Natur und Schöpfung 2020 Musical „Noah“
Das Musical wird später nachgeholt

Musical Noah

Die Aufführung des Musicals wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Noah, der auf Gottes Weisung ein riesiges Schiff baut, obwohl er in der Wüste wohnt und keiner ihm glaubt, dass eine große Sintflut droht. Verspottet wird er. Keiner handelt. Wenn man heutzutage von Überschwemmungen, Heuschreckenplagen und Dürren auf unserer Welt hört, kommt man schon ins Grübeln und erinnert sich an diese alten Geschichten aus der Bibel, die doch so viel Aktualität in sich tragen. Noah´s Geschichte endet mit dem Regenbogen als Zeichen für Gottes Liebe zu den Menschen: „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, der soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde“. Wie die etwa zwanzig Jugendlichen der Kurrende Wohltorf (5./6. Klasse) die Geschichte in Gestalt des Musicals von Martin Gotthard Schneider (bekannt als Komponist des „Danke“-Liedes) wohl umsetzen? Lassen Sie sich überraschen… der große Regenbogen jedenfalls ist schon in Arbeit!

Das Musical wird im Rahmen des Gottesdienstes am Sonntag, 22.03.2020 um 10:00 Uhr aufgeführt, die Kurrende Wohltorf wird von der HGK-Band begleitet, die Leitung hat KMD Andrea Wiese.
Foto © Andrea Wiese


Sunday for Future

„Sunday for future“ – ein musikalisches Familienwochenende

Unter dem Motto „Sunday for future” lud Frau Wiese zu einem Familien-Chor Wochenende ein.

In Vorbereitung wurden in der Grundschule Wohltorf unter der Federführung von Frau Thietje und Frau Roschlaub mit den Schülern das Thema erarbeitet und die Lieder gelernt. Die Chorkinder der 1. / 2. und der 3. / 4. Klassen übten mit Frau Wiese Lieder und Texte.

Zum Wochenendprojekt waren nun auch wir Eltern gefragt. Ab Freitag Abend wurde fleißig geprobt. Während wir uns in die Lieder einsangen, nutzten die Kinder die Zeit und bastelten Masken und Kostüme für die Vögel, Fische, Bienen und Blumen. Am Samstag Nachmittag gab es eine wohlverdiente Verschnaufpause. Mit einem riesigen Kuchenbuffet wurden Speicher wieder aufgefüllt, um am Sonntag dann im Familiengottesdienst das gemeinsame Werk zu präsentieren.

Neben der Erzählung der Schöpfungsgeschichte und passend zum Thema „Sunday for future“ wurde auch Gretas mahnender Finger zum Erhalt unserer wunderschönen, vielfältigen Erde erhoben. Es gab wertvolle Tipps, was jeder einzelne von uns hierzu beitragen kann.

Ganz beseelt und erfüllt von einer tollen Aufführung und etwas müde von einem intensiven Wochenende ging es dann für alle wieder nach Hause. Die Ohrwürmer und das tolle Miteinander bleibe aber über den Sonntag im Kopf aller Beteiligten. Ein riesengroßes Dankeschön insbesondere an Frau Wiese, die alles wieder so liebevoll und im Detail vorbereitet hat und natürlich auch an Frau Thietje, Frau Roschlaub, Frau Lindemann und Nele Wiemer, sowie die wunderbare musikalische Begleitung. Es war ein großartiges Projekt und hat uns viel Freude bereitet.
Foto © Juliane Thietje

 

 


Ausstellung LGB

entfällt wg. Corona-Virus:

Modelleisenbahn-Fahrbetrieb im Gemeindehaus Wohltorf
Samstag, 14.03.2020, 14 − 19 Uhr
Sonntag, 15.03.2020, 11 − 16 Uhr

Die Ausstellung wird auf einen späteren Termin verschoben.

Auch diesem Jahr sind die LGB-Freunde-Nord e. V. wieder zu Gast im Gemeindehaus (Kirchberg 3, 21521 Wohltorf) und präsentieren dort eine große, digitale LGB-Modelleisenbahn-Schauanlage im Maßstab 1:22,5 (Spurweite G, 45mm).

Das interessierte Publikum ist herzlich willkommen, um den Betrieb (u.a. mit diversen Sound-Lokomotiven) auf der großen Eisenbahn-Anlage mit vielen interessanten Details zu erleben. Als besonderes Highlight ist dieses Mal ein Nachtfahrbetrieb mit Beleuchtung vorgesehen, nach Einbruch der Dämmerung am Samstag Abend.

Wie schon in den Vorjahren gibt es dazu Kaffee, Kuchen, Snacks und Erfrischungen für das leibliche Wohl.

Einen Kostenbeitrag von 2,-€ / Person, Kinder frei, erbitten wir als Spende.
Foto © privat


Freitag, 06.03.2020: Sunday for Future

Natur und Schöpfung 2020
SUNDAY FOR FUTURE
Familiensingen und -gottesdienst zum
Thema „Schöpfung und Umwelt“
mit Liedern aus dem Musical „Himmel
und Erde“ von Birgit Pape

Freitag     06.03.2020 20:00 – 21:00 Uhr
Samstag  07.03.2020 10:00 – 12:00 / 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag  08.03.2020  09:00 – 11:00 Uhr

Das Themenjahr 2020 „Natur und Schöpfung“ der Wohltorfer Kirchenmusik beginnt mit einem großen Familienprojekt rund um das Musical „Himmel und Erde“ von Birgit Pape: Schon seit einigen Wochen bereiten die Kinder die Lieder in der Kinderkantorei und in Projektproben in der Grundschule Wohltorf vor.
Die eingängige Mischung aus vertrauten Volksliedmelodien (Weißt du wieviel Sternlein stehen), fetzigen Rhythmen und Rap-Elementen kommt gut an.
Am Wochenende vom 6.-8. März geht es dann gemeinsam mit „Mama und Papa“ auf dem Kirchberg los: die Erwachsenen üben ihren Part am Freitagabend, 6.3., von 20-21 Uhr und Samstagvormittag, 7.3., von 10-12 Uhr. Für die Kinder gibt es parallel dazu kreative Mitmachprojekte zum Thema auf dem Kirchberg. Am Samstag Nachmittag treffen sich alle von 15-18 Uhr, um gemeinsam zu singen und den Kuchen vom Buffet zu genießen. Im Familiengottesdienst am Sonntag, 8.3., um 10 Uhr werden die Mitmachprojekte von den Kindern vorgestellt und die geprobten Musical-Lieder gemeinsam mit einer Band aufgeführt. So wird uns allen die Schönheit und Kostbarkeit von Gottes Schöpfung, aber auch die aktuellen Gefährdungen und wie man ihnen entgegenwirken kann, vor Augen und Ohren geführt.
Die Leitung haben KMD Andrea Wiese, Pastor René Enzenauer, Juliane Thietje und Anna Roschlaub.
Infos und Anmeldung bei Frau Wiese, Tel. 04104-80881. Anmeldeschluss war am 17.2., einzelne Nachmeldungen sind aber u.U. noch möglich. Zum Familiengottesdienst muss man sich natürlich nicht anmelden… 🙂
Foto © Andrea Wiese

 

 


Samstag, 15.02.2020: Von Liebe und anderen Malheurs

Konzert des Kammerchor Lüneburg
Leitung: KMD Joachim Vogelsänger
Karten zu Euro 10,-
an der Abendkasse ab 17.30 Uhr

Am Samstag, 15. Februar 2020 gastiert der Kammerchor Lüneburg in der Heilig-Geist-Kirche, Wohltorf.

… alles begann mit einem Steinway Flügel in der Abtskapelle von St. Michaelis: Als dieser im Jahr 2015 mit einem Konzert eingeweiht werden sollte, fanden sich zwölf Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Michaeliskantor Henning Voss zusammen, um ein Programm zu singen, dessen Höhepunkt die „Liebesliederwalzer“ von Johannes Brahms waren. Da das gemeinsame Singen in sehr kleiner Runde – mit nur zwölf Personen – sowohl bei den Ensemblemitgliedern als auch beim Publikum Begeisterung auslöste, entschloss man sich, von Zeit zu Zeit unter dem Namen Vokalensemble Lüneburg in dieser Besetzung Programme mit anspruchsvoller Chormusik zu erarbeiten und aufzuführen. Zwischenzeitlich hat das Vokalensemble Lüneburg sowohl a cappella als auch mit Klavierbegleitung diverse Programme an unterschiedlichen Aufführungsorten in Norddeutschland zu Gehör gebracht und trat 2019 erstmals unter seinem neuen Leiter, Kirchenmusikdirektor an St. Johannis Lüneburg, Joachim Vogelsänger, auf.

Das Konzertrepertoire des vergangenen Konzertes 2019 beinhaltete A-Cappella Literatur sowohl aus der Renaissance als auch aus dem 20. Jahrhundert, so z.B. die Hymn to Cecilia von Benjamin Britten aus den Jahren 1940 bis 1942.

Das diesjährige Programm des Chores spannt einen Bogen von der Renaissance bis zum Jazz. Unter dem Motto „Von Liebe und anderen Malheurs“ erklingen drei „Hohelied-Motetten“ des barocken Komponisten Melchior Franck, drei Madrigale von Gesualdo, Chorlieder von Edward Elgar und einige Jazz-Arrangements wie z.B. „Over the rainbow“ oder „Autumn Leaves“.

Karten zu Euro 10,- sind an der Abendkasse ab 17.30 Uhr erhältlich.
Bild © Kammerchor Lüneburg

 


Gemeindeversammlung Bericht

 

Nach der Gemeindeversammlung ist vor der Gemeindeversammlung

Rückblick und Einladung zu einer zweiten Informations- und Diskussionsrunde

Es wurde viel diskutiert: Am 9. Februar fand unsere Gemeindeversammlung statt, die sich besonders mit den Reformprozessen in der Landeskirche, in unserem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, aber auch mit den Veränderungen in unserer eigenen Gemeinde befasste.

Mit dabei war Pröpstin Frauke Eiben, die die derzeitigen Veränderungen in der Struktur der „Kirche vor Ort“ in einen gesamtkirchlichen Kontext stellte. Vor dem Hintergrund sinkender Kirchenmitgliederzahlen und mittelfristig sinkender Kirchensteuereinnahmen, sowie der rückläufigen Anzahl von Pastorinnen und Pastoren im aktiven Dienst seien die angestrebten Veränderungen notwendig, um die flächendeckende kirchliche „Versorgung“ zu ermöglichen, wie sie in der Verfassung der Nordkirche festgeschrieben ist.

Um die Präsenz von „Kirche in der Fläche“ zu gewährleisten, setzt der Kirchenkreis auf eine stärkere Zusammenarbeit der Kirchengemeinden einer Region. Die Gemeinden sind gehalten, ihre Arbeit in den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge, Kasualien (z.B. Taufen, Trauungen, Beerdigungen) und Unterricht (z.B. Konfirmandenarbeit, Jugendarbeit) miteinander abzustimmen und dabei Synergien zu schaffen, die die geringer werdende Anzahl der Pastores berücksichtigen. Die Ergebnisse dieser Prozesse sollen bis zum 30. April in einem Konzeptpapier der beteiligten Gemeinden einer Region zusammengefasst und anschließend dem Kirchenkreis bzw. der Kirchenkreissynode vorgelegt werden.

Für unsere Kirchengemeinde bedeutet das eine intensivere Zusammenarbeit mit den Gemeinden Aumühle, Brunstorf/Dassendorf, Börnsen/ Hohenhorn und Wentorf in der so entstehenden „Region Sachsenwald“. Die bisherigen gemeinsamen Gespräche sind auf einem sehr guten Weg und erbrachten bereits gemeinsame Vertretungsregelungen, Absprachen in Bezug auf gemeinsame Aktivitäten wie einer Pilgertour um Himmelfahrt und – auf administrativer Ebene – gemeinsame Vorlagen für Kirchengemeinderatsbeschlüsse, die die genannte Zusammenarbeit regeln könnten, wenn sie denn von den Kirchengemeinderäten so beschlossen werden.

Zeitgleich mit diesem Regionalisierungskonzept soll ein Konzept für die Nutzung kirchlicher Gebäude erarbeitet werden, durch das mittelfristig die finanziellen Aufwendungen der Gemeinden und des Kirchenkreises für Gebäude reduziert werden soll. Hierbei ist unsere Kirchengemeinde durch einen Synodenbeschluss wegen der räumlichen Nähe in besonderer Weise an eine Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Aumühle gebunden.

Über die Ideen und Beratungsergebnisse dieses Prozesses informierte Pastor Enzenauer. So beabsichtigt unsere Kirchengemeinde in Absprache und Kooperation mit der politischen Gemeinde Wohltorf einen zweiten Kitastandort mit drei Elementar- und zwei Krippengruppen auf dem Kirchberg zu errichten. Die sich dadurch ergebende Reduktion kirchengemeindlicher Fläche ist vom Kirchenkreis gewünscht. Nichtsdestotrotz soll es weiterhin kirchliche Arbeit in Gruppen und Kreisen oder kirchenmusikalische Aktivitäten auf dem Kirchberg geben. Um den dafür notwendigen Raum zu schaffen soll die Kirche so ertüchtigt werden, dass sie neben ihrer Funktion als Gottesdienstraum auch für andere Veranstaltungen nutzbar ist.

Mit diesem Konzept möchte der Kirchengemeinderat nicht nur dafür sorgen, dass „die Kirche im Dorf“ bleibt, sondern die Gemeinde so aufstellen, dass sie stärker als bisher „Kirche für das Dorf“ ist und dabei auf die Bedarfe eingeht, die es in Wohltorf gibt. Wir können dabei an die positiven Erfahrungen anknüpfen, die wir in den letzten Jahren in der Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, aber auch mit kirchlichen Veranstaltungen wie etwa mit dem Umzug an Erntedank 2018 oder der Wohltorfer Weihnachtsreise 2019 gemacht haben. Auch das Projekt, einen Bauwagen als Jugendraum herzurichten, ist Teil dieses Konzeptes und wird nachdrücklich von den politischen Gemeinden in Wohltorf und Aumühle unterstützt.

Unter den auch bei uns sichtbaren Bedingungen kleiner werdender Gemeinden muss es uns darum gehen, kirchliches Leben in Wohltorf nicht nur zu erhalten, sondern zu fördern und für die Zukunft auf ein Fundament zu stellen, das selbst dann tragfähig ist, wenn die Pfarrstelle in Wohltorf eines Tages möglicherweise nicht mehr besetzt werden kann. Dass letzteres nicht nur eine schwarzmalerische Behauptung ist, macht das Personalplanungsförderungsgesetz der Nordkirche deutlich, wenn in dessen Folge die Anzahl der Pfarrstellen von derzeit 6,75 auf dann 4 Pfarrstellen im Jahr 2030 in der Sachsenwaldregion reduziert werden muss. Spätestens 2030 wird nicht mehr in jeder Gemeinde ein Pastor oder eine Pastorin leben und arbeiten. Wir müssen heute die Weichen dafür stellen, dass diese Entwicklung nicht bedeutet, dass es weiße Flecken auf der Landkarte gibt, in denen es kein kirchliches Leben mehr gibt. Denn dieses kirchliche Leben hängt nicht zwangsläufig an Pfarrstellen oder anderen Hauptamtlichen. Es hängt an dem, was wir miteinander als ganze Gemeinde aufbauen, am Leben erhalten oder mit Gottes Segen zum Leben erwecken. Jammern hilft nicht und Bangemachen gilt nicht. Dass wir Wohltorfer mehr können als Jammern und Bangemachen, sondern auch solch große Projekte bewältigen und auf die Beine stellen können, haben wir gezeigt. Auf der Gemeindeversammlung formulierte es jemand so: „Na dann, Ärmel hochkrempeln und los.“ Genau darum geht es.

Apropos Ärmel hochkrempeln: Wir laden Sie ein zu einer zweiten Informations- und Diskussionsrunde zum Thema Gebäude auf dem Kirchberg, am Mittwoch, 4. März 2020 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus (oder vielleicht auch in der Kirche).


Zum Tode von Werner Waszik

Wir trauern – zum Tode von Werner Waszik

Sein Ruf eilte ihm voraus. Ich war gerade erst neu in der Gemeinde, lernte so langsam Dorf und Menschen kennen, da hieß es hier und da immer wieder mal: „Früher, da hatten wir noch unseren Küster, Herrn Waszik…“ oder „Das hat früher immer Herr Waszik gemacht…“

Und dann lernte ich ihn kennen und ich weiß noch ziemlich genau wie das war. Es war ein Sonntag. Und Werner Waszik feierte mit seiner Familie seinen 80. Geburtstag, natürlich in unserem Gemeindehaus. Man möchte fast fragen: Wo auch sonst?!

Ich betrat den Gemeindesaal, stellte mich vor, gab ihm die Hand und gratulierte. Er freute sich und bedankte sich. Wir unterhielten uns und ich bekam einen kleinen Eindruck von diesem Mann, der da vor mir saß. Er war einer, der schnörkellos erzählte, pragmatisch und klar und ohne Schnickschnack, aber auf jeden Fall mit dem Herzen am rechten Fleck. Und er erzählte gerne, am meisten von seiner Zeit als Küster hier auf dem Kirchberg. Er erzählte von dem Weihnachtsbaum der Kirche, zu seiner Zeit noch mit den echten Kerzen, die zwischen den Gottesdiensten schnell gewechselt werden mussten. Und er oder seine Söhne mussten aufpassen, dass der Baum nicht in Flammen aufging. Er erzählte vom Grillen mit der Pastorenfamilie in seinem Garten, vom Hausmeister sein in den damals noch zwei Kitas unserer Kirchengemeinde und von den vielen Menschen, die zuerst bei ihm klingelten bevor sie den Weg zum Pastorat fanden. Werner Waszik war stolz, auf seine Arbeit als Küster aber auch auf seine Kirche. „Wenn ich vorne in der ersten Bank sitze, dann bin ich zu Hause.“ Das hat er mal gesagt.

Am 23. Dezember 2019 ist Werner Waszik verstorben. Wir, der Kirchengemeinderat, trauern mit seinen Angehörigen, besonders mit seinen Söhnen Hubert, Berthold und Bernhard und ihren Familien. Wir sagen danke, für die vielen Jahre in denen Werner Waszik als Küster in unserer Gemeinde gearbeitet hat, für seine zupackende Art, seinen Humor und seine Einstellung, dass es für jedes Problem auch eine Lösung gibt. Wir denken an seine Familie und bitten Gott für sie um Trost und Kraft.

Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang. (Ps 27,4)

Für den Kirchengemeinderat
René Enzenauer, Pastor


Ende der Weihnachtszeit

Von Bäumen, Sternen und jeder Menge Kerzen – und vom Ende einer Jahreszeit.

Der 2. Februar ist ein besonderer Tag. In meinem Kalender steht dazu: Sonntag, Letzter Sonntag nach Epiphanias/Darstellung des Herrn (Lichtmess).

Das, was vor dem Schrägstrich steht, ist die protestantische Lesart dieses Tages. In den Evangelischen Kirchen geht es an diesem Sonntag um eine eigentümliche Geschichte aus dem Matthäusevangelium. Sie erzählt, dass zwei Jünger Zeugen davon wurden, wie Jesus in ein gleißendes, göttliches Licht getaucht wird. Dieses Wunders nicht genug erscheinen zudem zwei aus dem Alten Testament bekannte Personen, die sich mit Jesus unterhalten. Worüber, wird nicht erzählt. Stattdessen schreibt Matthäus von einer Wolke, aus der eine Stimme ertönt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Danach löst sich die ganze Szene auf. (Mt 17,1-9)

In der Katholischen Tradition, d.h. in der Lesart dessen, was hinter dem Schrägstrich steht, steht eine Geschichte aus den Kindheitstagen Jesu im Vordergrund, in der insgesamt drei verschiedene Traditionen ineinanderfließen (Lukas 2,21ff.)

Zum Einen ist da die Geschichte von der Beschneidung Jesu, ganz so wie sie das jüdische Gesetz fordert. Zum anderen erzählt Lukas, dass sich Maria und Josef mit ihrem Erstgeborenen auf den Weg in den Tempel machen (Lk 2,21ff.). Denn so steht es im jüdischen Gesetz: der Erstgeborene gehört Gott (2. Mose 13,2.15) und muss deswegen am achten Tag nach der Geburt Gott im Tempel übergeben („dargestellt“) und dann durch ein Opfer ausgelöst werden. Man könnte deutend sagen: Jesus kommt in den Tempel, also in sein Eigentum.

Dieser Vorgang ist schließlich mit einem Reinigungsritus verbunden, dem sich Maria unterziehen musste. Nach der Geburt eines Kindes galt die Wöchnerin nämlich als kultisch unrein: 40 Tage lang, wenn sie einen Jungen geboren hatte, 80 Tage bei einem Mädchen. Um wieder rein zu werden, musste die Frau durch den Priester ein Opfer darbringen, nämlich eigentlich ein Schaf und eine Taube. Wenn Lukas hingegen erzählt, dass die heilige Familie lediglich zwei Tauben opferte, dann deutet er damit indirekt an, dass es sich bei Maria und Josef eher um arme Leute handelte, denen eine weniger kostspielige Variante des Reinigungsopfers erlaubt war.

Alle diese Geschichten fließen im Fest der Darstellung des Herrn bzw.  Maria Lichtmess zusammen.

Egal ob nun in Evangelischer oder in Katholischer Tradition: Beide markieren auf ihre Weise einen Einschnitt im Kirchenjahr, nämlich das Ende des Weihnachtsfestkreises. Mit Maria Lichtmess, mit dem 2. Februar erst, ist „Weihnachten“ vorbei. Es beginnt die Vorpassionszeit. Und das zeigt sich auch in unserer Kirche:

Der über fünf Meter hohe Weihnachtsbaum, den unsere Wohltorfer Feuerwehr aufgebaut hatte, ist zerlegt und wartet, während ich diese Zeile schreibe, auf seine Abholung. Die Weihnachtskrippe wurde von ehrenamtlichen Helferinnen sorgfältig verstaut. Die zusätzlichen Kerzenleuchter, die unsere Küster an die Kirchenbänke montiert hatten, warten nun wieder in der Sakristei auf ihren nächsten Einsatz im Dezember. Am längsten durchgehalten hat der Weihnachtsstern. Er leuchtete noch – genau – bis zum 2. Februar. Aber auch er ist nun wieder in seinem „Sommerlager“ und harrt dort der Dinge bis zu seinem nächsten Einsatz am 1. Advent.

Die Weihnachtszeit ist vorbei. In Wohltorf war es zusammen mit der Weihnachtsreise eine sehr bewegte Zeit. Wir, der Kirchengemeinderat, danken allen, die Ihren Teil dazu beigetragen haben: der Feuerwehr, den Küsterinnen und Küstern, den Konfis, der Kantorei und all den anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Danke! Es war wirklich wunderbar.


Musikjahr 2020

So wird’s – Musikjahr 2020 „Natur und Schöpfung

Das neue Jahr 2020 soll, schon seit längerer Zeit geplant und nun unerwartet aktuell in aller Munde, unter dem Motto „Natur und Schöpfung“ stehen. Dazu sind eine Reihe von Veranstaltungen geplant: „Sunday for future“, ein Familienprojekt mit viel Musik aus dem Musical „Himmel und Erde“ von Birgit Pape. Das Musical „Die Arche Noah“ von M.G. Schneider. Ein Open-Air-Konzert „Gipfeltreffen“ im Kletterpark Aumühle mit und für Jung und Alt (bitte vormerken: 5.9.!). Die Aufführung der „Schöpfung“ von Joseph Haydn (8.11.), verbunden mit dem Extrakonzert: „Haydn´s Schöpfung für Kinder“. Dazu besonderes Projekt: in Zusammenarbeit mit Katja Dominik von der „Tanzbasis“ Geesthacht setzen Jugendliche Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und „Magnificat“ (von der „Wohltorfer Jugendkantorei plus“ und Orchester aufgeführt) tänzerisch um. „Vivaldi getanzt!“ Eine spannende Mischung aus Musik und Bewegung! Und zum Abschluss das Umwelt-Kindermusical „Mokelül“ von Andrea Wiese.

Herzlich willkommen zu diesen und allen anderen Veranstaltungen der Wohltorfer Kirchenmusik im Jahr 2020. Weitere Infos: www. kirchenmusik-wohltorf.de

Wiederbeginn der Chöre nach der Weihnachtspause ab Dienstag, 14.01. zu den aktuellen Probenzeiten. Neue MitsängerInnen sind willkommen, Infos bei KMD Andrea Wiese, kantorei.wohltorf@gmx.de oder Tel.: 04104-800881.