Archiv der Kategorie: 2020

Zum Gründonnerstag. Das letzte Abendmahl.

Liebe Gemeinde.

Sie sind versammelt,
staunende Verstörte,
Sie sind versammelt,
um ihn,
der wie ein Weiser sich beschließt
und der sich fortnimmt denen er gehörte
und der an ihnen              fremd                vorüberfließt

Die alte Einsamkeit kommt über ihn,
die ihn erzog zu seinem tiefen Handeln;
nun wird er wieder durch den Wald wandeln,
und die ihn lieben
werden vor ihm fliehn.

Er hat sie zu dem letzten Tisch entboten

Und als sie aßen sprach er:
Wahrlich ich sage euch:
Einer unter euch wird mich verraten.

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Was zum Sonntag Palmarum

Liebe Gemeinde.

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Es ist Palmarum.

Und das ist ein außergewöhnlicher Sonntag.

In Lübeck zum Beispiel. Da gedenkt man heute der Zerstörung der Stadt. 1942 war das. Fast 400 Menschen starben. 15.000 wurden obdachlos. Seitdem hat jeder Gottesdienst an Palmarum in Lübeck immer auch einen trauernden Oberton.

Aber Palmarum hat auch eine andere, schöne Seite. In vielen Kirchengemeinden wird an Palmarum traditionell Konfirmation gefeiert. So dürften heute also wohl nicht wenige Leute zu Hause sitzen und denken: „Kinder, ist das schon wieder so lange her. Heute, vor 10, 20 … Jahren wurde ich konfirmiert.“

Wieder andere werden aber heute wahrscheinlich im Garten sitzen und sagen: Wenn dieses blöde Virus nicht wäre, dann hätten wir heute Konfirmation gefeiert. Das Wetter jedenfalls wäre perfekt gewesen, für Gartenparty und Grillen und für gute Stimmung. Aber aufgeschoben, ist nicht aufgehoben, auch wenn das nur ein kleiner Trost ist.
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Was zum Sonntag Judika

Liebe Gemeinde.

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Es ist Sonntag.
Und ich erschoss einen Mann in Reno.
Nee.
Stimmt nicht.
Ich war nie in Reno.
Und was vielleicht noch wichtiger ist: Ich habe niemanden erschossen.

Das habe ich alles nur wegen des dramatischen Anfangs gesagt.
Aber ich habe in der letzten Woche ein wenig in Texten von Charles Bukowski gelesen.
Den mag ich.
Er schreibt so hingerotzt und dreckig.
Das mag ich.
Und ich mag, dass man in diesem dreckigen Stil, plötzlich unfassbar schöne Formulierungen findet, die einem im Gedächtnis bleiben. Vielleicht gerade weil sie mit so viel Dreck umgeben sind.
Da fällt das Schöne dann mehr auf. Was zum Sonntag Judika weiterlesen

Beobachtungen von Pastor Enzenauer

Liebe Bewohner und Bewohnerinnen in Wohltorf und im Krabbenkamp,

es passieren ungewöhnliche Dinge. Ich meine keinen „Spuk“ im Wohnzimmer, nicht die Dielen, die immer von selbst knacken. Ich meine auch nicht die Klopfgeräusche an der Terassentür von gestern Abend, obwohl dort beim Nachsehen niemand war. Ich meine andere, alltäglichere ungewöhnliche Dinge.

Ich meine Dinge wie heute Morgen beim Brötchenholen. An der großen Schaufensterscheibe beim Bäcker, da wo sonst Plakate hängen, die zu Vorträgen oder zu Konzerten einladen, da hängt jetzt ein anderes Plakat: „Was wäre ein Frühstück ohne Brötchen vom Bäcker.“ steht darauf. Und dahinter ein großes „DANKE!“. Und auf der gegenüberliegenden Seite, beim Zeitungsladen, da hängt auch ein Plakat. Darauf steht unter anderem: „Danke für die vielen kleinen netten Gespräche.“

Aber das ist noch nicht alles. Es geht ungewöhnlich weiter, beim Einkaufen im Supermarkt. Beobachtungen von Pastor Enzenauer weiterlesen

Neue Seiten auf www.kirche-wohltorf.de

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Oben im Menü gibt es zwei neue Einträge.

  • Unter „JUGENDARBEIT“ fassen wir alle Informationen zur Jugendarbeit zusammen.
  • Unter „WOHLTORF-NEWS“ bieten wir einen zusätzlichen Informationskanal für Wohltorf, inkl. der aktuellen Termine der Abfallwirtschaft (automatisch importiert aus deren Web-Kalender).
    Ihre Beiträge mit Bitte um Veröffentlichung senden Sie gerne an redaktion@kirche-wohltorf.de .

Post von Pastorin Renate Fallbrüg

Liebe vertraute Menschen in der Kirchengemeinde Wohltorf,

einmalig die Situation, dass die Gottesdienste in unseren Kirchen nicht stattfinden können. Wenn auch nur in Vertretung, so vermisse auch ich die gottesdienstliche Gemeinschaft mit Ihnen und Euch und grüße auf diesem Wegen sehr herzlich. Die Kreativität in unserer Kirche ist spürbar und aller Orten. So werden auch in Wohltorf neue Formen erprobt.

Post von Pastorin Renate Fallbrüg weiterlesen

Was zum Sonntag Lätare

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Es ist Sonntag. Eben haben die Glocken geläutet.
Aber die Kirche ist da drüben hinter den Bäumen.
Und ich bin hier. Verkehrte Welt.
Aber ihr wisst ja alle, warum das so ist.

Der Sonntag heute heißt Lätare.
Auf Deutsch: Freue dich!
Manche sagen auch „das kleine Ostern“ dazu.
Denn die Hälfte der Fastenzeit ist vorbei.
Ostern, die Freudenzeit, rückt ein Stückchen näher.

Bei unseren Katholischen Glaubensgeschwistern kann man das sogar ganz schön an der liturgischen Farbe sehen. Das ist die Farbe, mit der die Kirche an diesem Sonntag geschmückt ist. Und die Farbe, die der Pfarrer in der Messe trägt. In der Fastenzeit ist es violett. Aber am Freue-dich-Sonntag mischt sich da hinein das Weiß von Ostern. Und daraus wird: Was zum Sonntag Lätare weiterlesen

Unsere Informationen bezüglich des Corona-Virus: Kirche ist. Trotzdem!

In unserer Kirche dürfen wir im Moment keine Gottesdienste feiern. Selbst die wichtigsten Gottesdienste des gesamten Kirchenjahres an Karfreitag und Ostern müssen wir sehr schweren Herzens absagen. Ich weiß nicht, ob es das schon jemals gegeben hat. Es ist fast schon unwirklich. Es ist traurig. Aber es ist vernünftig. Im Moment sind wir gehalten, die Maßnahmen, die die Infektionen mit dem Coronavirus eindämmen und verlangsamen sollen, so streng wie möglich einzuhalten. Das ist schwer, besonders dann, wenn man von sich selbst sagt: „Warum der Aufwand? Mir geht es gut. Ich habe nichts. Ich mache mir keine Sorgen.“ Es geht eben nicht nur um einen selbst. Es geht auch um andere, vor allem um die, für die eine Infektion mehr bedeuten würde als ein bloßer Schnupfen oder als Kopfweh. Das heißt für uns: Wir verschieben, was sich nur irgendwie verschieben lässt: Taufen, große Traugottesdienste, Besuche zu Hause oder im Seniorenheim und unsere Gruppen und Kreise. Trauerfeiern dürfen stattfinden. Aber nur unter freiem Himmel, mit möglichst wenig Leuten und nur mit ein paar wenigen Worten zum Geleit.

Doch auch, wenn uns das alles einschränkt: Kirche ist. Trotzdem!

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