Wild.Frei.Punk - So war der "bunte" Gottesdienst

Wild.Frei.Punk

Unter diesem Motto stand der Gottesdienst am 24. August in Wohltorf. Der Rahmen der Sommerkirche: Pastor:innen tauschen Kanzeln, das Thema war diesmal „Frei sein“. In Wohltorf wurde es besonders: mit Klaviermusik von Wolfgang Nicklaus, einem ungewöhnlichen Einstieg – und einem Gast, der nicht nur mit dem Wort „Punk“ spielt.

Gleich zu Beginn probierte die Gemeinde einen Geburtstagskanon: erst gemeinsam im Gleichklang, dann durcheinander. Die Erkenntnis war schnell da: Mit allen mitzusingen fällt leichter, als gegen den Strom die eigene Stimme einzusetzen. Ein guter Auftakt ins Thema Freiheit.

Isi – Schulleiter, Synodaler, Punk

Zu Gast war Matthias „Isi“ Isecke-Vogelsang: Schulleiter im Ruhestand, seit vielen Jahren engagiert in der Nordkirche, Mitglied der Synode, bekannt für seine klare Haltung in Fragen von Bildung, Jugend und gesellschaftlicher Verantwortung. Und eben Punk – nicht unbedingt im Outfit, sondern in seiner Haltung: unbequem, mutig, mit Lust auf Rebellion gegen Stillstand. „Gott ist Punk“, sagt er gern. Für ihn bedeutet das: Gott ist nicht brav und angepasst, sondern herausfordernd, frei, eigensinnig.

Im Gespräch mit Pastor René Enzenauer ging es um Fragen wie:

  • Kann man auch mit 50 noch Punk werden?

  • Was hat Punk mit Glauben zu tun?

  • Ist Gott Punk?

Isi machte Mut: „Traut euch Wagnisse! Probiert Neues. Und: FEIERT! Freut euch über Erfolge – nicht einfach immer weitermachen.“

Frei-Sein und Punk-Sein in den Worten der Gemeinde

An Stellwänden sammelten Besucher:innen ihre Gedanken.

Frei sein ist …

  • Bolognese mit Apfelmus

  • lieben, wen ich möchte

  • meine Wunschtätigkeit wählen können

  • mutig für eigene Ideen einstehen

  • Verantwortung – und ein Recht

Punk sein ist …

  • Rebellion

  • Perspektivwechsel

  • gegen rechts

  • die Konfrontation mit meinem Gegenbild

  • Rütteln an Ketten

Bier und gute Laune

Am Ende schloss sich der Kreis zur Eröffnung des Gottesdienstes: Das Bild vom Punk auf dem Trafohäuschen, der Geld sammelt „für Bier und gute Laune“. Bier muss es nicht sein. Aber die Erinnerung daran, dass wir uns bewusst Momente von Freude gönnen dürfen, passt zum Thema Freiheit – und vielleicht auch ein bisschen zum Punk.

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