Wohltorf-News

In Zeiten, in denen sich die Nachrichtenlage ständig ändert und durch die empfohlene und notwendige Einschränkungen des öffentlichen Lebens auch unsere bisherigen Informationskanäle eingeschränkt sind, möchten wir hier in Ergänzung zu https://www.wohltorf.de nicht-kirchliche Tipps und Hinweise für Wohltorf verbreiten. Infos mit Bitte um Veröffentlichung gerne an redaktion@kirche-wohltorf.de.

Axel Potthoff (Redaktionsteam)

Diese Seite ist im Aufbau. Demnächst mehr.


aktuelle Meldungen

  • Neues vom Bauprojekt auf dem Kirchberg

    Ausgelöst durch einen vom Kirchenkreis initiierten Regionalisierungsprozess, der den veränderten Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit Rechnung tragen soll, sowie durch einen Gebäudeprozess, der das Ziel verfolgt, die aufgewendeten Solidarmittel für kirchlich genutzte Räume zu minimieren, ist unsere Kirchengemeinde gezwungen, ein neues Konzept für unsere Gebäude auf dem Kirchberg zu arbeiten.

    Im Folgenden sind die Entwicklungen seit der letzten Gemeindeversammlung Anfang März zusammengefasst.

    Was bisher geschah?

    Bei der letzten Gemeindeversammlung stellte der Kirchengemeinderat drei Alternativen zur Neugestaltung des Kirchbergs vor. Nach einer Diskussion in verschiedenen Workshops, sowie nach einem Überblick über Finanzierungsmodelle der drei Alternativen, zeigte sich in einem abschließenden Meinungsbild die Tendenz zu einer Lösung, die den Bau einer Kita mit einem verbundenen, möglichst großen Gemeindehausteil und die Sanierung und Ertüchtigung der Kirche zu einer vielfältigen Nutzung vorsieht. Darüber hinaus war der Bau einer Wohnung Teil dieses Konzepts.

    Was danach geschah?

    Im Rahmen der Regionalisierungsgespräche holte der Kirchengemeinderat die Zustimmung der umliegenden Kirchengemeinden ein. Besonders die Zustimmung der Gemeinde Aumühle ist hierbei von Bedeutung, da Wohltorf und Aumühle durch einen Beschluss der Kirchenkreissynode angehalten sind, ein gemeinsames Konzept zu erstellen. Die Aumühler Kirchengemeinde unterstützt ausdrücklich unser Projekt. Damit glaubten wir nach fast zwei Jahren des Abstimmungsprozesses mit unseren kirchlichen Nachbargemeinden die Bedingungen erfüllt zu haben, die uns von Seiten des Kirchenkreises gestellt und die auch auf einer Gemeindeversammlung Anfang Februar nochmals bestätigt worden waren.

    Allerdings stellte sich im weiteren Verlauf heraus, dass ein Fortschritt unseres Bauprojektes im Kirchenkreis immer wieder ins Stocken kam. Das veranlasste unseren Kirchengemeinderat zu dem Schritt, vom Kirchenkreis ein grundsätzliches Bekenntnis zum Standort „Kirchberg Wohltorf“ zu erwirken und darüber hinaus die verbindliche Festschreibung der Rahmenbedingungen zu erreichen, die uns als Grundlage für weitere Planungen dienen. Um es nochmal deutlich zu sagen: Es ging dem Kirchengemeinderat um eine grundsätzliche Klärung der Vorgaben des Kirchenkreises, nicht um die Abstimmung eines bestimmten, detaillierten architektonischen Konzeptes!
    Dadurch wurde unser Papier mit seinen baulichen und inhaltlich-konzeptionellen Überlegungen (!) dem Kirchenkreisrat zur Begutachtung vorgelegt. Als Ergebnis erhielten wir folgendes Schreiben, das von der Vorsitzenden des Kirchenkreisrates, Pröpstin Kallies (Lübeck), unterzeichnet ist:

     

    Sehr geehrte Damen und Herren des Kirchengemeinderates Wohltorf,

    der Kirchenkreisrat hat sich in seiner Sondersitzung am 11.05.2020 ausführlich mit Ihrer geplanten o.g. Maßnahme beschäftigt.
    Wir unterstützen die Idee, an dem vorgesehenen Standort das Gemeindehaus abzubrechen und durch die Kommune im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages eine Kita errichten zu lassen, die die Kirchengemeinde in ihre Trägerschaft übernehmen soll.
    Grundsätzlich haben Sie mit Ihren Planungen Schritte in die richtige Richtung unternommen:
    Sie haben den Gebäudebestand verkleinert, für das Pastorat eine Mehrfachnutzung vorgesehen, die auch funktioniert, sollte eines Tages kein Pastorat mehr benötigt werden. Mit der multifunktionalen Nutzung Ihrer Kirche und einer Schwerpunktsetzung im Bereich Kinder- und Jugendarbeit haben Sie die Stärken Ihrer Gemeindearbeit unterstrichen, mit dem Bau einer Kita gemeinsam mit der Kommune auf dem Kirchberg entwickeln sie den Standort auch in Richtung eines diakonischen Profils. Das hat der Kirchenkreisrat ausdrücklich gewürdigt.

    […]

    Am vergangenen Montag haben wir von der Landeskirche die Information erhalten, dass bereits für die Monate Januar bis April 2020 mit einem Kirchensteuerrückgang in Höhe von 6,5 Mio. Euro gerechnet wird.
    Zu diesem Zeitpunkt kann Ihnen der Kirchenkreisrat keine Zusage für die Unterstützung mit Kirchenkreismitteln (also aus der „Solidarkasse“ aller) machen, da das Wohltorfer Konzept noch nicht ausreichend mit dem Gesamtkonzept der Sachsenwaldregion abgestimmt ist.
    Abstimmen heißt aus Sicht des Kirchenkreises, dass die Inhalte Ihres Bauvorhabens, dessen finanzielle Auswirkungen und die dauerhaften Kosten in der Region bewusstgemacht und von dieser mitgetragen werden.

    Alle Gemeinden im Kirchenkreis müssen den Gebäudebestand in der jeweiligen Region gemeinsam betrachten. Die inhaltliche Arbeit, die an den jeweiligen Standorten zukünftig stattfinden soll, muss mit den zur Verfügung stehenden Finanzen in Beziehung gesetzt werden.

    Deshalb schlägt der Kirchenkreisrat Ihnen folgendes Vorgehen vor:

    Ausweichräume für die Veranstaltungen, die derzeit im Gemeindehaus stattfinden, finden – möglichst gemeinsam mit der Kommune und den anderen Einrichtungen der Daseinsvorsorge in Ihrem Gemeindegebiet

    Abriss des Gemeindehauses

    Neubau der Kita im Rahmen des Erbbaurechtsvertrages mit der Kommune

    Entwicklung eines Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes für die Kirche und das Pastorat – gemeinsam mit den Gemeinden der Sachsenwaldregion und somit auch der Kirchengemeinde Aumühle, mit dem Ziel, eine gemeinsame inhaltliche Arbeit zu entwickeln und dafür sämtliche Gebäude der Region „unter die Lupe zu nehmen“ und entsprechend umzunutzen, zu veräußern oder auch abzureißen.

    Der Kirchenkreisrat ist bereit, zu Ihnen in die Kirchengemeinde zu kommen und auch in der Sachsenwaldregion und der Kirchengemeinde Aumühle die Situation nochmals darzustellen.

    Alle Gemeinden der Region werden ein ähnlich lautendes Schreiben erhalten.

    Für die Unklarheiten in den Ausführungen des Kirchenkreises entschuldigen wir uns und hoffen, dass Sie jetzt nicht aufgeben, denn grundsätzlich haben Sie mit der Idee, sich auf weniger umbauten Raum einzulassen und mit einem kommunalen Partner eine Kita zu realisieren, einen richtigen Weg eingeschlagen.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Petra Kallies

     

    Mit anderen Worten: Der Kirchenkreis befürwortet den Abriss des Gemeindehauses und den Bau der Kita (der 100% von der politischen Gemeinde finanziert würde), unterstützt aber nicht den Bau eines Gemeindehausteiles. Kirche und Pastorat könnten reichen. Der Kirchenkreis benennt zwar die zurückgehenden Kirchensteuermittel, führt als Argument gegen den Bau des Gemeindehauses aber die aus seiner Sicht mangelnde regionale Verankerung des Konzeptes an. Wie genau die Richtlinien für diese Beurteilung aussehen, wird – anders als von unserer Kirchengemeinde gefordert – nicht näher erläutert. Und: anders als bis dato immer kommuniziert, reicht die Zustimmung der umliegenden Gemeinden der Region zum Konzept nun doch nicht aus.

    Und nun?

    Der Kirchengemeinderat ist nach wie vor entschlossen, den Bau der Kita mit Gemeindehausteil, sowie die Sanierung und Ertüchtigung der Kirche und des Pastorates weiter zu verfolgen. Wir wollen den Kirchberg als Standort erhalten und wir halten das Konzept – auch im Verbund mit der Region – für schlüssig und werden dabei auch von den anderen Kirchengemeinden unterstützt. Wohltorfer Kirchengemeindearbeit völlig ohne Gemeindehausräume ist wegen der Konfirmanden- und Jugendarbeit, wegen der wichtigen kirchenmusikalischen Arbeit und wegen der Bedeutung des Standortes für das Dorf als solchem nicht denkbar!

    Deswegen suchen wir nach Lösungen, das Projekt trotzdem zu realisieren, auch wenn es dafür nötig sein wird, Kompromisse einzugehen. Unser wichtigster Partner bleibt dabei die politische Gemeinde. Die nun diskutierte Idee sieht folgendermaßen aus:
    Die Kirchengemeinde stellt per Erbpacht das Bauland zur Verfügung und wird Trägerin der neuen Kita. Die politische Gemeinde baut und finanziert das gesamte Gebäude, d.h. Kita und einen Gemeindesaal. Die zusätzliche Wohnung kann nicht gebaut werden. Die Kirchengemeinde trifft mit der politischen Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung der Räume, die uns unsere Arbeit ermöglicht. Darüber hinaus werden die neuen Räume aber auch anderen Vereinen und Gruppen in Wohltorf zur Verfügung gestellt – was im Grunde schon jetzt geschieht, nur dass die Kirchengemeinde im Moment die Räume vermietet. Die „Gemeinderäume“ werden also in diesem Sinne Räume der Gemeinde Wohltorf insgesamt (Dorf und Kirche), nicht nur der Kirchengemeinde. Das ist der Kompromiss. Der Vorteil: Es wird weiterhin einen Gemeindesaal geben, auch wenn er nicht im Eigentum der Kirchengemeinde verbleibt. Mit Blick auf dieses Gebäude sind wir unabhängig vom Kirchenkreis und können unsere inhaltlichen Überlegungen zur kirchengemeindlichen Arbeit zusammen mit der politischen Gemeinde entwickeln.

    Darüber hinaus muss nach jahrzehntelangem Investitionsstau die Kirche saniert und für eine variable Nutzung ertüchtigt werden – das aber, ohne sie in ihrer Substanz zu verändern. Das Pastorat wird ebenfalls wie vorgesehen mit Büros und Pastoratswohnung umgebaut. Die Bauherrenschaft und die Finanzierung der Baumaßnahmen für Kirche und Pastorat soll durch die Kirche und Drittmittelspender erfolgen.

    Der Kirchengemeinderat wollte diese neuen Entwicklungen und Ideen auf einer weiteren Gemeindeversammlung, zu der auch VertreterInnen des Kirchenkreisrates eingeladen werden, vorstellen und diskutieren. Aber corona- und krankheitsbedingt lässt sich das noch nicht vor Abgabe des Regionalisierungskonzeptes realisieren. Eine nächste Gemeindeversammlung aber soll sobald möglich nachgeholt werden.

    Der Kirchengemeinderat.

  • Predigt zum Sonntag Rogate
    1. Matthäus 6,5-15

    Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

    Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

    Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.

    Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

    Darum sollt ihr so beten:

    Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.

    Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

    Unser tägliches Brot gib uns heute.

    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

    Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

    Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

    1. Früher war alles – anders.

    Früher war eigentlich selten etwas da.
    Wenn früher einer fragte:
    „Was gibt’s denn heut‘ zu essen?“
    Dann war die erste Antwort meistens:
    „Keine Ahnung.“

    Und weil das wenig hilfreich war,
    ging man Richtung Kühlschrank
    um sich von dem, was die Konservierungskühle konservierte,
    inspirieren zu lassen.

    Kühlschrank auf.
    Blick hinein:
    Marmelade,
    ein angefangenes Glas Gurken.
    Vielleicht noch etwas Käse oder Wurst.
    – Senf!
    Kühlschrank zu.

    Rüber an den Küchenschrank.
    Türe auf.
    Blick hinein:
    Mehl
    und eine faste leere Tüte Reis.

    So war das früher.

    Dann fuhr man einkaufen.

    Zwischen Kirchberg und Haidrath dachte man:
    Heureka! Spaghetti Bolognese!
    Also kaufte man Tomaten und Tomatenmark, Gehacktes „halb und halb“,
    Spaghetti und die geheime Zutat.
    Fuhr nach Hause.

    Kochte.

    Aß.

    War satt.

    Bis zum nächsten Tag.

    „Du? Was wollen wir denn heute essen?“

    Kühlschrank auf
    Blick hinein.
    Kühlschrank zu.

    „Ich fahre dann mal einkaufen.“

    So war das früher.

     

    III. Wir sind Zwerghamster geworden

    Dann kam die Sache mit dem Virus.

    In den Medien las man von Menschen, die zu Hamstern wurden.
    Und ich dachte: Vielleicht sollte ich auch ein Hamster werden.
    Wenigstens ein Zwerghamster.
    Nicht aus Sorge, dass es nichts mehr geben könnte.
    Sondern damit ich nicht jeden Tag wie ein potentielles
    Virenmutterschiff zwischen anderen potentiellen Virenmutterschiffen im Ozean des Supermarktes umherschippern muss.

    Sicher ist sicher.

    Also fuhr ich einkaufen.

    Und plötzlich hatte ich Vorräte.

    Für ein paar Tage wenigstens.

    So muss sich meine Großmutter gefühlt haben,
    dachte ich.
    Die hatte eine richtige Vorratskammer.
    Ihre Vorratskammer war der Keller.
    Wenn man dort aus unglücklichen Umständen eingeschlossen worden wäre,
    drei Jahre hätte man dort überlebt.
    Mindestens.

    In ihrer Kellervorratskammer gab es alles.
    Von A wie Apfel bis Z wie… nein, ich glaube Zucchini kaufte sie immer frisch.
    Aber sonst war alles da.

    Das hat sie wahrscheinlich in der schlimmen Zeit gelernt.

    Wohl dem der eine Vorratskammer hat.

     

    1. Ort

    So eine Vorratskammer ist ein besonderer Ort.
    Weil es dort so viele gute Dinge gibt.
    Weil man dort auch ganz für sich sein kann.

    Vielleicht nur so ein bis zwei Momente.
    Sich auf die Kiste Bier setzen,
    die Zutatenliste auf der Dose Erbsensuppe lesen
    und Gedanken denken.

    Über Nudeln und Hamsterkäufe und die Anfangspanik.
    Über Toilettenpapier und Intensivstation und Beatmungsmaschinen.
    Über Schokolade und die Nerven, weil ja keiner weiß, wie lang es
    dauert.

    Über Bier und die Freunde, die man jetzt nicht treffen kann und über den Rausch des Verdrängens.

    Ein schöner Ort so eine Kammer.

    Zugestellt mit Dingen aus dem Leben für das Leben.
    Ein Bisschen wild und unsortiert.
    Und voll.

    Im Herzen siehts oft doch ganz genauso aus.

     

    1. Von Kammern und Kellern

    Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein.

    Sagt Jesus.

    Und manche verstehen:
    Such dir eine besondere Zeit und einen besonderen Ort.
    Mach die Tür zu.
    Damit du allein sein kannst mit deinem Gott.
    Steig aus aus dem Leben.
    Für eine kleine Weile.
    Und wenn du dann wieder aufgeräumt bist und sortiert,
    dann steig wieder ein und geh wieder raus.

    Und dann
    lebe weiter.

    Aber ich glaube, es ist anders.

    Denn Jesus redet vom Keller meiner Großmutter.

    „Tameion“ ist das Wort.
    Das heißt:
    Vorratskeller.
    Keller.
    Speisekammer.

    Wenn du aber betest, dann geh in deinen Vorratskeller.

    Das ist der Raum, in dem ist,
    was du zum Leben brauchst.
    Hol dir dort etwas zu essen,
    was dich satt macht,
    was dich nährt.
    Geh einfach rein mit deinem unaufgeräumten, wilden, vollen Herzen.

    Wenn es nötig ist, dann nimm dir Zeit.
    Dann setzt dich eine Weile in die Kammer
    Auf den Boden, auf ne Kiste, auf ne große Kirchenbank,
    wie auch immer,
    ist egal.
    Schau dich um und lass dich inspirieren.

    Oder aber du gehst einfach
    schnell mal rein,
    greifst ins Regal und nimmst, was du zu fassen kriegst.

    Vielleicht ein Gläschen Vaterunser.
    Hält ewig.
    Passt zu allem
    und kennt jeder:
    Vegetarier, Veganer,
    Fleischliebhaber,
    Kirchenmitglied oder nicht.

    Schon der Rhythmus der Worte ist so vertraut und wohlig schön,
    wie der Geruch aus Kindertagen,
    wenn Mutter Nudeln mit Tomatensauce machte.

    Mit dem Gläschen Vaterunser musst du auch nicht lange überlegen,
    was du heute beten willst.
    Du musst es auch nicht erst besorgen.
    Es ist nämlich einfach da.

    Und ich würde auch behaupten:
    Den meisten schmeckt es,
    auch ohne, dass sie vorher die Zutatenliste studieren.

    Wenn du aber betest, dann geh in deinen Vorratskeller.

    Fündig wirst Du immer.

    Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft.

    Oder wie es ein Konfirmand neulich gesagt hat:

    „Ich hab‘ schon mal gebetet.
    Ist nichts Schlechtes bei rausgekommen.“

     

    1. Beten ist wie

    Beten ist wie in die Vorratskammer gehen.
    Und dann hockt da Gott,
    hinten in der Ecke eingequetscht oder liegend quer.
    Und zur Begrüßung sagt Gott dir:
    Komm rein, ich weiß schon, was du brauchst.
    Ich sehe dein wildes, unsortiertes Herz und höre deine Seele hungrig knurren
    vor Angst und Anfangspanik,
    und vor Sorgen vor morgen,
    weil keiner weiß, wie lange es noch dauert,
    vor Einsamkeit und Sehnsucht nach den Freunden und nach der Familie,
    die du lange nicht mehr sehen konntest.

    Komm rein,
    und stärk dich.
    Hol dir, was du brauchst.
    Du musst nicht viele Worte machen.
    Keine Entschuldigungen.
    Keine Erklärungen.

    No excuses and no explanations.*

    Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft.

    So nimm und iss. Und bete.

    Bon Appetit.*

    Amen.

     

    * Julia Child, Mastering the Art of French Cooking.

  • Singen? Nein! Musizieren? Ja!

    Da zur Zeit jede Form des gemeinsamen Singens untersagt ist, haben die Gottesdienste (GD) am Sonntagmorgen andere musikalische Schwerpunkte.

    Geplant ist ein Wechsel aus GDsten, in denen unsere frisch renovierte Beckerath-Orgel nach Herzenslust erklingt („Orgel(schwer)Punkt“), gefolgt von InstrumentalGDsten („OrgelPlusSaite“).  Bläsermusik darf wegen der „Größe“ unserer Kirche nicht erklingen. Und schließlich Percussion-GDste, bei denen die Gemeinde durch „Body- und/oder Kirchenbank-Percussion“ aktiv einbezogen wird. Lassen sie sich überraschen!

  • Gottesdienste in Wohltorf.

    „Ich bin wieder hier… war nie wirklich weg.“ So besingt Marius Müller-Westernhagen in einem Lied sein „Revier“. Genau so war bzw. ist es auch mit unseren Gottesdiensten. Eine Weile lang konnten wir sie nicht feiern. Stattdessen sind wir auf Instagram (kirchewohltown) unterwegs, verschicken Briefe und Predigten per Post oder stellen sie auf unsere Website.

    Aber nun, seit dem 10. Mai, dürfen wir uns wieder in unserer Kirche versammeln, um Gottesdienste zu feiern. Wir sind wieder da! Leibhaftig, sozusagen.

    Das aber geht nur unter bestimmten Auflagen und unter Einhaltung einiger Hygieneregeln, die der Kirchengemeinderat zusammen mit dem Küsterkreis in einem Corona-Schutzkonzept zusammengefasst hat.

    Dieses Konzept sieht folgende Regeln vor:

    • Es dürfen maximal 21 Personen als GottesdienstbesucherInnen teilnehmen.

    • Menschen aus einem gemeinsamen Hausstand dürfen zusammensitzen.

    • Wir empfehlen dringend einen Schnutenpulli (sog. Mund-Nasen-Schutz).

    • Am Eingang erwartet alle GottesdienstbesucherInnen eine gute Dosis (mehr oder weniger) wohlriechendes Handdesinfektionsmittel.

    • Zwei Meter Abstand zum oder zur Nächsten gehören auch dazu, damit wir nach Möglichkeit alle gesund bleiben.

    • Wenn Sie unspezifische Krankheitssymptome haben sollten (Schnupfen, Husten, Fieber), bitten wir Sie freundlich, noch nicht am Gottesdienst teilzunehmen. Stattdessen wünschen wir gute Besserung. Auf dass wir uns bald wiedersehen können!

    • Wir bitten Sie, sich für die Teilnahme an einem Gottesdienst anzumelden. Das können Sie zu unseren Bürostunden (Di. und Do. Vormittag, Mi. Nachmittag) telefonisch mit Namen und Kontaktinformationen im Kirchenbüro unter 04104/2283 tun. Für eine Anmeldung per Email nutzen Sie bitte die folgende Adresse: anmeldung@kirche-wohltorf.de. Angemeldete Gottesdienstbesucher sollten mit Beginn des Glockenläutens (10 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes) ihre Plätze eingenommen haben. Danach werden freie Plätze nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ besetzt.

    Sollten Sie ohne Anmeldung spontan zum Gottesdienst kommen, sind wir verpflichtet Ihren Namen und ihre Kontaktdaten in eine Teilnehmerliste aufzunehmen.

    Diese personenbezogenen Daten dienen der Nachverfolgung von Infektionsketten. Sie werden vier Wochen aufbewahrt und dann vernichtet.

    Auch wenn diese Liste zunächst wenig einladend klingen mag: Es lohnt sich trotzdem. Manches, wie etwa der 2-Meter-Sitzabstand oder die Tatsache, dass es keinen Gemeindegesang geben darf, sind sicher ungewöhnlich. Aber das macht nichts. Es sind ja auch ungewöhnliche Zeiten. Zu denen passen ungewöhnliche Gottesdienste. Und außerdem: Musik gibt es trotzdem. Und ein freundliches Lächeln und ein „Hallo, schön Sie zu sehen.“ gibt es auch. Und Gottes Segen sowieso. Also: Herzlich willkommen!

    Der Kirchengemeinderat.

  • Konfirmationsunterricht in Zeiten von Corona

    Am 14.05.2020 ist im Hörfunk auf NDR-Kultur eine kurze Reportage zum Konfirmandenunterricht in Wohltorf gesendet worden, den Sie hier nochmal hören können.

    Autorin Anina Pommerenke stammt aus Wohltorf. Sie berichtet in einer kurzen Reportage, wie sich die Konfirmandenarbeit durch Corona geändert hat.

Termine der Abfallwirtschaft

Auch diese Termine ändern sich manchmal kurzfristig. Hier sind die von awsh.de aktuell importierten Wohltorfer Termine für die kommenden 3 Wochen.


Mo,  17.08.2020
Restabfall 40L-240L(2-wöchentlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 
Do,  20.08.2020
Papiertonne(monatlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 
Do,  20.08.2020
Wertstoff/LVP(2-wöchentlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 
Mo,  24.08.2020
Bioabfall(2-wöchentlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 
Mo,  31.08.2020
Restabfall 40L-240L(2-wöchentlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 
Do,  03.09.2020
Wertstoff/LVP(2-wöchentlich)Abfuhrtermine und aktuelle Störungsmeldungen auf www.awsh.de
Wohltorf, Alle StraßenShow in Google map
 

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