Archiv der Kategorie: KiWo-Aktuelles

Predigt zum Sonntag Rogate

  1. Matthäus 6,5-15

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.

Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen.

Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

Darum sollt ihr so beten:

Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.

Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

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Gottesdienste in Wohltorf.

„Ich bin wieder hier… war nie wirklich weg.“ So besingt Marius Müller-Westernhagen in einem Lied sein „Revier“. Genau so war bzw. ist es auch mit unseren Gottesdiensten. Eine Weile lang konnten wir sie nicht feiern. Stattdessen sind wir auf Instagram (kirchewohltown) unterwegs, verschicken Briefe und Predigten per Post oder stellen sie auf unsere Website.

Aber nun, seit dem 10. Mai, dürfen wir uns wieder in unserer Kirche versammeln, um Gottesdienste zu feiern. Wir sind wieder da! Leibhaftig, sozusagen.

Das aber geht nur unter bestimmten Auflagen und unter Einhaltung einiger Hygieneregeln, die der Kirchengemeinderat zusammen mit dem Küsterkreis in einem Corona-Schutzkonzept zusammengefasst hat.

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Gott ist da! WIR SIND DA! Das genügt.

Wir feiern wieder Gottesdienst.

Die Lockerungen der Regelungen für Versammlungen im öffentlichen Bereich machen es möglich: Wir dürfen wieder Gottesdienst feiern.

An den kommenden Sonntagen laden unsere Kirchenglocken wieder zum Gottesdienst ein. Los geht es um 10 Uhr.

Manches wird sicher ungewöhnlich sein: Statt des gewohnten Gemeindegesanges dürfen Lieder nur noch mitgesummt werden und auch die Tasse Kaffee nach dem Gottesdienst muss entfallen. Trotzdem wird es schön sein, sich wieder treffen und miteinander feiern zu dürfen.

Natürlich geht das nicht ohne ein paar Spielregeln:

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Predigt zum Sonntag Jubilate

Dortmund, Liverpool und Siegestaumel.

Von Pastor René Enzenauer

Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5,1-4)

  1. „Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.“ Diese Sätze stammen von William „Bill“ Shankly. Natürlich war er Fußballer. Und von 1959-74 war er Trainer vom FC Liverpool. Und zwar ein sehr erfolgreicher und immer noch sehr verehrter. So verehrt, dass man nach seinem Tod eine Bronzestatue für ihn aufstellte.

Wahrscheinlich hätte sich Bill Shankly sehr gefreut, wenn er vor vier Jahren dabei gewesen wäre, im berühmten Stadion in der Anfield Road in Liverpool. Dort spielte der FC Liverpool gegen Borussia Dortmund. Dortmund führte fast schon siegessicher mit 3:1. Aber dann passiert das, was die Medien ein wenig numinos die „Magie von Anfield“ nennen. Aus dem 3:1 wird erst ein 3:2 und dann ein 3:3. Und dann ist das Spiel eigentlich zu Ende. Die 90. Minute. Aber ausgerechnet da kommt sie, die Flanke, dann ein Kopfball und dann das 3:4 – für Liverpool. Das wars dann für Dortmund. Jemand ruft so oder so ähnlich: „Das Spiel ist Aus! Aus! Aus!“ und die Fans von Liverpool eskalieren. Arme fliegen in die Luft oder um den Hals des Nachbarn. Freudensprünge, Freudentaumel. Freudentränen. Echte Fanfreude, die von Herzen kommt. Der Gegner ist besiegt. In der letzten Minute.

Über diesen fast schon religiösen Moment hat die alte London Times geschrieben: „Es gibt Augenblicke im Leben, die immer im Gedächtnis der Menschen bleiben. Erinnerungen, die sie lächeln und glauben lassen.“ Wohin das feuchte Auge auch blickt: Jubel. Jubel. Jubel.

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Gottesdienste im Norden ab 10. Mai wieder möglich

In Norddeutschland werden voraussichtlich ab 10. Mai wieder Sonntagsgottesdienste in Kirchen möglich sein. Das legte die evangelische Nordkirche in einer umfassenden Handlungsempfehlung fest. Auf https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/gottesdienste-im-norden-ab-10-mai-wieder-moeglich/ finden Sie die entsprechende Veröffentlichung der Nordkirche.

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Zum Hirtensonntag Miserikordias Domini.

einige Worte von Pastor Enzenauer zum Sonntag bei Instagram

Todesnacht

Es fängt an in dunkler Nacht. Es fängt an mit Totenstille. Langsam fahren Autos vor, parken. Autotüren fallen zu. Leise Schritte scharren auf dem Weg. Menschen kommen, erst vereinzelt, dann in Gruppen. Einer flüstert: „Guten Morgen.“ Eine sagt: „Meine Güte, ist das früh.“ Dann ist wieder Totenstille. Dann ist wieder nur die dunkle Nacht.

Am Eingang gibt es eine Kerze und ein Liedblatt. Dann: Leise in die Kirche schlüpfen, Sitzplatzsuchen, Bänkeknarren, Blätterfalten, Nesteln, Husten, Seufzen. Dann ist wieder Stille. Und wieder nur die dunkle Nacht. Ab und zu ein leises Räuspern, sonst nur sitzen und warten. Nur denken und starren in der Dunkelheit.

So dunkel, dass die Augen nicht wissen, wohin sie gucken sollen. Denn in der Dunkelheit, da ist kein klares Ziel. Da ist kein Weg, kein sicherer Raum sich zu bewegen. Nur Totenstille. Todesnacht. Nichts regt sich.

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